Info

„Einfach anfangen“ ist leichter gesagt als getan. Hier haben wir umfangreiche Informationen und Neuigkeiten zum Thema Coaching, Gründung und Unternehmensnachfolge zusammengestellt, die Sie kostenlos downloaden können. Einige sind eher theoretischer Natur, andere ganz praktische Hinweise und Checklisten.

Infos und Links

Es mangelt nicht an guten Broschüren und Hinweisen für alle möglichen Themen rund um die Unternehmensgründung. Hier eine Auswahl von sinnvollen Links und Informationsmaterialien.

Fördermittel (Auswahl)

COACHING BONUS

Das IBB Business Team ist eine Tochter der Investitionsbank Berlin und unterstützt mit dem Programm Coaching BONUS den Aufbau und das Wachstum von innovativen, technologieorientierten Unternehmen durch subventioniertes Coaching. Wir sind seit Anfang 2007 Mitglied im Beraterteam und haben seitdem mehr als 100 Projekte begleitet, vor allem Ausgründungen aus Berliner Hochschulen.

INNOVATIONEN BRAUCHEN MUT (IbM)

Das Modellprojekt „Innovationen brauchen Mut" fördert innovative Dienstleistungen und technologieorientierte Existenzgründungen. Bezuschusst werden Beratungsleistungen und Coaching in der Vorgründungsphase.
Das Projekt wird getragen von der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB). Wir sind seit 2007 im Beraterpool des IbM akkreditiert und können Sie bei der Erstantragsstellung unterstützen.

PROFIT FRÜHPHASENFINANZIERUNG

Das seit Oktober 2012 existierende IBB Programm "ProFIT Frühphasenfinanzierung" unterstützt Gründer von innovativen Unternehmen mit bis zu 100.000 EUR Zuschuss, die ein Innovationsprojekt durchführen möchten. In diesem neuen Programm haben wir bereits mehrere Projekte erfolgreich unterstützt. Wir beraten Sie bei der Planung und Strukturierung des Innovationsprojekts, der Gewinnung des erforderlichen Mentors und bei der konkreten Antragsschreibung.

PROFIT PROJEKTFÖRDERUNG

Mit dem seit Jahren eingeführten IBB Programm ProFIT-Projektförderung werden KMU unterstützt, die technnologische Entwicklungen durchführen möchten, besonders dann, wenn Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft angestrebt werden.

EXIST-GRÜNDERSTIPENDIUM

Das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen: Studierende sowie Absolventinnen und Promotionsstudenten. Durch unsere umfangreiche Erfahrung (47 Anträge) und hohe Erfolgsquote (85 Prozent) bei der Unterstützung von EXIST-Anträgen können wir Ihnen nicht nur bei der Formulierung des Ideenpapiers helfen, sondern wir beraten Sie auch bei der Suche nach Mentoren und, wenn nötig, Universitäten.

KfW-GRÜNDERCOACHING DEUTSCHLAND

Das Programm „Gründercoaching Deutschland" wendet sich an alle Gründer bis fünf Jahre nach der Gründung in fast allen Branchen in der Nachgründungsphase. Als akkreditierte Berater bei der KfW Mittelstandsbank helfen wir Ihnen auch gern bei der Beantragung und der Suche nach dem geeigneten Regionalpartner.

WEITERE FÖRDERPROGRAMME

Es gibt noch eine Reihe anderer Gründungsförderungen, die für Gründer und gestandene Unternehmen in Frage kommen. Dazu zählen beispielsweise Stipendien der Gründerwerkstatt der Beuth Hochschule für Technik Berlin, das Programm Gründung Innovativ der ILB oder aber den Gründerservice/Lotsendienst in Brandenburg. Zu diesen und verschiedenen anderen Angeboten beraten wir Sie gern.

Businessplan und Finanzplanung

Beispiele für Businesspläne und Handbücher findet man an vielen Orten. Nicht alle sind gut. Viele kosten sogar Geld. Hier einige erprobte Links.

Eine überzeugende und ordentliche Finanzplanung ist gar nicht so schwer, wie es aussieht - wenn man gute Vorlagen benutzt. Hier ein erprobtes Template.

Ein umfangreicheres Template erhalten Sie während der Beratung.

Coaching Grundlagen kurz zusammengefasst

Was ist eigentlich Gründercoaching? Wie funktioniert so etwas? Worauf muss man achten, damit ein Coaching sinnvoll und erfolgreich ist? Zeit und Geld soll keiner verschwenden. Hier eine kleine Aufklärung.

Was ist Gründercoaching?

Coaching ist die lösungs- und zielorientierte Begleitung von Gründern. In einem Coaching wird der Gründer durch kontinuierliche Gespräche in Gründungsprozess begleitet, um diesen Prozess so besser inhaltlich und zeitlich zu gestalten. Während des Coachings gibt der Coach gezieltes Feedback, vermeidet aber direktive Interventionen (Ratschläge, Handlungsanweisungen), wie sie beim Consulting und anderen Beratungsformen üblich sind. Ein Coach ist ein Sparringspartner. Durch seine Erfahrungen kann er auf Gefahren hinweisen, Fragen beantworten, Hilfestellung geben, Lösungen vorschlagen. Er vermittelt, welche Punkte erfüllt werden müssen, damit eine Gründung erfolgreich wird und macht deutlich, welche Punkte noch nicht durchdacht/gelöst sind. Letztlich geht es aber vor allem um die Förderung der Selbstreflexion. Also: Alle Antworten und Entscheidungen müssen die Gründer selbst finden/treffen. Die Gründer tragen selbst die Verantwortung dafür, ihren Gründungsprozess intensiv und schnell voranzubringen und die erforderliche Expertise einholt. Denn: Man kann niemanden zum Jagen tragen! Nur die, die für ihr Unternehmen brennen, werden letztlich erfolgreich sein.

Coachingfahrplan

Ein Coachingfahrplan ist die Entwicklung eines Masterplans für die Beratung. Darin sollte stehen, wann genau welche Aufgaben zu erledigen sind, um die Gründung erfolgreich umzusetzen. Erfolg in diesem Sinne bedeutet die Gründung eines Unternehmens und die Sicherung der Finanzierung durch Eigen-, Fremdkapital oder Cash-flow. Auch die Teilnahme an gründungsbezogenen Veranstaltungen wird in den Coachingfahrplan aufgenommen. Der Plan wird vermutlich niemals genauso wie aufgeschrieben umgesetzt, aber darum geht es auch nicht. Wichtig ist die Überlegung, welche Unterstützung wichtig ist und in welcher Reihenfolge sie in Anspruch genommen werden soll.

Ablauf des Coachings

In einem Erstgespräch geht es darum, Vertrauen zwischen Coach und Gründer aufbauen. Es werden grundsätzliche Informationen übermittelt, Probleme identifiziert, Erkenntnisse über Struktur, Defizite und konzeptionelle Überlegungen gesammelt und erste Hausaufgaben festgelegt. Die Erwartungen auf beiden Seiten müssen klar formuliert werden. Die Abstände der folgenden persönlichen Treffen (im Ausnahmefall auch Telefonate) sollten nicht größer als zwei, maximal vier Wochen sein. Bei jedem Treffen werden die Aufgaben, die im letzten Treffen festgelegt wurden, überprüft und neue Aufgaben verteilt nach dem Muster: Wer macht bis wann was? Über jedes Treffen wird ein kurzes Protokoll angefertigt. Wenn Treffen mehr als ein Mal abgesagt oder Aufgaben mehrfach nicht erledigt werden, bestehen ernsthafte Zweifel am Umsetzungswillen der Gründer. Die betreuende Institution wird dann informiert und ein kurzfristiges Krisengespräch angesetzt.

Businessplan als Coachinggeländer

Der Businessplan ist die schriftliche Zusammenfassung des unternehmerischen Vorhabens. Er beschreibt alle wesentlichen strategischen Überlegungen und bildet die Kommunikationsgrundlage für Gespräche mit Geldgebern. Es geht vor allem um die Tätigkeit des Planens: Sie zwingt zum Nachdenken und Strukturieren. Insbesondere wichtig sind die strategischen Fragen: Womit wird Geld verdient? Wieso soll ein Kunde bei mir seine Probleme lösen lassen und nicht bei der Konkurrenz? Wo, wem und wie genau wird das Produkt/die Dienstleistung verkauft? Wo kommt das Geld zur Finanzierung her? Ein Coach wird den Gründer dazu befähigen, seine eigenen Überlegungen in Worte zu fassen. Bei Erarbeitung des Konzepts wird er Hinweise geben, Umstrukturierungen vornehmen, Fragen formulieren, die noch offen sind. Der Kern muss jedoch immer vom Gründer selbst stammen, denn er muss hinter dem Plan stehen und dessen Inhalte gegenüber Dritten vertreten.

Kennzeichen guter Coaches und Berater

Qualität bei Coaches und Beratern ist nicht leicht zu erkennen, der Markt ist höchst intransparent, Bewertungen erhält man häufig nur unter der Hand. Hier eine Checkliste mit Anhaltspunkten guter Coaches.

Ein guter Coach/Berater ...
 
  • wird vom Coachee/Unternehmer kontaktiert und nicht umgekehrt.
  • wurde von anderen Gründern/Unternehmern empfohlen.
  • bietet ein kostenloses Erstgespräch an.
  • stellt viele Fragen und erbittet sich Bedenkzeit, bevor er ein Mandat annimmt.
  • stellt sich dem transparenten und kollegialen Wettbewerb mit anderen Coaches/Beratern.
  • verfügt über jahrelange Erfahrung in der Beratung, in der Leitung von Unternehmen und hat bestenfalls selbst ein eigenes Unternehmen gegründet.
  • stellt seine Kompetenzfelder und bevorzugten Branchen in einem Coachprofil dar.
  • nennt Ihnen Referenzprojekte und andere Coachees/Beratungsprojekten, bei denen man sich über die Vorgehensweise und Qualität des Coaches/Beraters unterrichten kann.
  • verwendet verschiedene Methoden im Coaching/in der Beratung und klärt im Vorfeld über die verwendeten Methoden auf.
  • kennt seine Stärken und Schwächen und empfiehlt für andere Gebiete kompetente Kollegen.
  • verfügt über ein Leitbild, in dem er seine Prinzipien und Werte darstellt.
  • besitzt ein großes Netzwerk von Experten und ist bei verschiedenen Institutionen und Netzwerken akkreditiert.
  • hat klare Prozesse beschrieben, nach denen das Coaching abläuft, z.B. Vorabinformationen, Fahrpläne, Gesprächsprotokolle, Zielvereinbarungen, Übergabe von Ergebnissen/Unterlagen, etc.
  • erörtert mit Ihnen im ersten Gespräch, welche Ziele in der Zeit des Coachings/der Beratung zu erreichen sind, wie die Aufgabenverteilung sein wird und welche Schritte in welcher Reihenfolge gegangen werden.
  • ist gut erreichbar, hält sich an Termine und hat genügend Zeit für Ihre Fragen und Anliegen.
  • führt das Coaching/die Beratung selbst durch und vergibt keine Unteraufträge an Dritte.
  • vermittelt seine Kontakte einfach und unkompliziert.
  • macht nicht Ihre Arbeit, sondern hilft Ihnen, diese Arbeit selbst zu erledigen.
  • fördert und fordert das Nachdenken.
  • vermeidet direkte Interventionen, sondern gibt als Sparringspartner Hinweise und Anregungen zur Selbstreflexion.
  • hat keine einfachen Antworten und Standardlösungen, sondern lässt sich auf Ihre spezielle Situation/besonderen Bedürfnisse ein.
  • gibt durch Zeiterfassung regelmäßig und transparent Auskunft über abgearbeitete Beraterstunden und deren Inhalte.
  • kann gut zuhören und verfügt über soziale Kompetenzen.
  • identifiziert Probleme und spricht diese klar an.
  • setzt Sie nie unter Druck, Dinge zu tun oder zu unterschreiben.
  • verkauft Ihnen nie etwas/schwatzt Ihnen nie etwas auf.
  • führt am Ende des Beratungs-Prozesses eine Evaluation durch.

12 Fagen an Ihren potentiellen Coach

Einen guten Gründercoach zu finden, ist gar nicht so einfach. Hier 12 Fragen, die man einem potentiellen Betreuer vor Übergabe des Mandats stellen sollte.

  • Welche Kompetenzen besitzen Sie als Coach? Welche Dinge sollte ich lieber mit einem Kollegen besprechen?
  • Können Sie mir ggf. Kollegen empfehlen, mit denen Sie gute Erfahrungen gemacht haben?
  • Wie viele Projekte haben Sie bereits betreut? Aus welchen Branchen?
  • Mit welchen von betreuten Projekten kann ich über Ihre Arbeit reden?
  • Führen Sie das Coaching selbst durch?
  • Wie viel Zeit haben Sie für mein Projekt in welchem Zeitraum?
  • Wie schnell kann ich mit Antworten auf meine Fragen rechnen? Wie schnell können Termine vereinbart werden?
  • Wie läuft bei Ihnen der Coaching-Prozess ab?
  • Welche Coaching-Methoden wenden Sie an?
  • Gibt es bei Ihnen standardisierte Fahrpläne/Formulare/Checklisten?
  • Welches Netzwerk steht Ihnen zur Verfügung? Wie werden Kontakte vermittelt?
  • Wie werden die Zeit und die Beratungsinhalte erfasst? Wie kann ich diese Abrechnungen transparent nachvollziehen?