Unser Newsletter zu Steuerthemen

Unsere Mandanten erhalten von uns regelmäßig eine Zusammenfassung wichtiger Nachrichten und Entscheidungen aus den Gebieten Steuern/Recht/Wirtschaft.

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In unserem Newsletter informieren wir monatlich zu aktuellen Steuerthemen, wichtigen Deadlines und Events aus der Gründerszene Berlins und Brandenburgs sowie Neuigkeiten aus unserer Kanzlei.

Steuernewsletter Oktober 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

in der betrieblichen Praxis haben sich neben den klassischen Warengutscheinen weitere Gestaltungsmodelle z. B. in Form von elektronischen Benefit- oder Geldkartenmodellen (sog. Mitarbeiter Cards) etabliert. Durch solche elektronische Gutschein-/Geldkarten lässt sich der Aufwand in den Personalabteilungen minimieren, die Mitarbeiter nehmen sie gern als zusätzlichen Gehaltsbestandteil in Anspruch. Allerdings knüpft der Gesetzgeber die steuerliche Anerkennung von solchen Gutschein-/Geldkarten als steuerlich begünstigter Sachbezug ab 1.1.2022 an eine Reihe von Voraussetzungen, die es unbedingt zu beachten gilt und auf die in der unten verlinkten DATEV Mandanteninformation eingegangen wird. Kommen Sie gern auf uns zu, wenn Sie hierzu Fragen haben.

  Hier ließe sich die Mandanten-Info "Warengutscheine und Guthabenkarten" als PDF aufrufen

 


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
Ersetzendes Scannen - Abschied vom Papier

Es besteht schon seit Längerem die Möglichkeit für Unternehmen, Papierdokumente zu digitalisieren mit dem Ziel, das gescannte Dokument elektronisch weiterverarbeiten und aufzubewahren zu können. Am Ende kann das originale Papierdokument sogar vernichtet werden (Ersetzendes Scannen), was Geld spart, weil weniger Zeit (z.B. durch die Volltextsuche) und Archivflächen benötigt werden.

Damit die Vorgehensweise des Ersetzenden Scannens die Anforderungen der Finanzverwaltung zur Belegsicherung und -aufbewahrung erfüllt (wird im Rahmen von Betriebsprüfungen kontrolliert), gilt es hierbei, die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) zu beachten. Eine wichtige Voraussetzung für das Ersetzende Scannen ist daher der Einsatz eines entsprechenden Archivsystems und die Erstellung einer Verfahrensdokumentation

Wie das Ersetzende Scannen einzurichten und durchzuführen ist, wird in der untenstehenden DATEV Mandanteninformation erläutert. Bei Interesse helfen wir Ihnen gerne dabei, eine auf Ihr Unternehmen zugeschnittene GoBD-konforme Verfahrensdokumentation zu erstellen (abgerechnet über unsere üblichen Stundensätze). Melden Sie sich hierfür einfach bei uns.

 Hier ließe sich die Mandanten-Info "Ersetzendes Scannen" als PDF aufrufen

 

Plicht zur Abgabe einer Steuererklärung 

An alle Arbeitgeber*innen: Bitte erinnern Sie alle Ihre Arbeitnehmer*innen, die im Jahr 2020 Kurzarbeitergeld bezogen haben, daran, dass die verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 abzugeben. Die Verpflichtung zur Abgabe besteht auch dann, wenn sie bisher keine Steuerklärungen abgeben mussten, da das Kurzarbeitergeld eine Lohnersatzleistung darstellt, deren Bezug zu einer Pflichtveranlagung führt.

Die Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 ist um drei Monate verlängert worden. Für nicht Beratene ist die Frist nun statt dem 31.07.2021 der 31.10.2021. In steuerlich beratenen Fällen ist die Einkommensteuererklärung bis zum 31.05.2022 abzugeben (diese Fristverlängerung muss man übrigens nicht ausnutzen).

Wer die Frist nicht einhält und zunächst abwartet, muss in jedem Fall mit einem Verspätungszuschlag in Höhe von 25 EUR pro Monat rechnen.

Weitere Informationen: www.bundesfinanzministerium.de

 

In eigener Sache: Nutzung von Calendly

Liv Kirsten Jacobsen und Francy Berger nutzen seit einiger Zeit Calendly, eine Terminbuchungssoftware, damit wir schneller und unkomplizierter Termine bereitstellen können. Die möglichen Termine öffnen sich und bei der Buchung entstehen automatisch ein Kalendereintrag und ein Zoom-Link. Bisher wurde das Angebot von den Mandanten sehr gut angenommen. Probieren Sie es beim nächsten Mal einfach aus.

Hier die Links für Prof. Dr. Jacobsen: 
Hier kann man einen Termin (15 Min) mit LKJ verabreden
Hier kann man einen Termin (30 Min) mit LKJ verabreden

Hier die Links für Francy Berger (Lohnbuchhaltung): 
Hier kann man einen Termin (10 Min) mit FB verabreden 
Hier kann man einen Termin (15 Min) mit FB verabreden 
Hier kann man einen Termin (30 Min) mit FB verabreden

 

Strafverfahren gegen Rückzahler von Corona-Hilfen

Unbürokratisch und schnell sollte die Auszahlung der Corona-Soforthilfen im Frühjahr 2020 erfolgen. Doch für viele, die besonders hart von den Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung betroffen waren, wie etwa Solo-Selbständige und freischaffende Künstler, entpuppt sich diese Hilfe als Danaergeschenk. Denn sie hatten kaum Fixkosten, für die die Hilfen in der Regel bestimmt waren, sondern "nur" Umsatzausfälle, die nicht oder nur zu einem kleinen Teil über die Hilfen abgedeckt wurden. Dies war den meisten Antragstellern so allerdings nicht klar, als sie den Antrag absendeten, in einigen Fällen war es so auch gar nicht kommuniziert worden.

Viele der Empfänger haben die Sofort-Hilfen (aufgrund zwischenzeitlich präzisierter FAQs) freiwillig wieder zurückgezahlt. Allein in Berlin haben bis Mitte August 2021 mehr als 35.000 Corona-Hilfeempfänger wieder Geld an den Staat überwiesen - insgesamt 256 Millionen Euro. Bundesweit sind es sogar fast eine Milliarde Euro.

Absurderweise wurden insbesondere in Berlin nicht selten Strafverfahren gegen freiwillige Rückzahler eingeleitet (und nicht etwa gegen die, die das Geld behalten haben). Gegen mehr als 5.000 Menschen wurde wegen Computerbetrug und Subventionsbetrug ermittelt. 949 dieser Strafverfahren sind inzwischen abgeschlossen. Die meisten davon (909) wurden eingestellt, weil der Tatverdacht sich nicht als ausreichend erwies oder weil lediglich ein geringfügiger Tatbestand zugrunde lag. Lediglich in elf Fällen wurden Strafbefehle erlassen, noch weitaus weniger erhielten eine Strafe. Nur in einem Verfahren kam es zu einer Geldstrafe.    

Ist eine Rückzahlung nun ratsam oder nicht? Die Verunsicherung ist gerade jetzt sehr groß, da die Corona-Hilfen separat in den Steuererklärungen ausgewiesen werden müssen, so also auf einen Blick sichtbar wird, ob hier weitere Nachforschungen der Behörden vielversprechend sein könnten. Wenn Sie Hilfe bei der Entscheidung über eine mögliche Rückzahlung benötigen, melden Sie sich gern bei uns. 

Weitere Informationen unter: www.tagesspiegel.de und www.taz.de

 

Kurzarbeitergeldverordnung erweitert und verlängert bis 31.12.2021

Die Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld waren bisher auf Unternehmen begrenzt, die Kurzarbeit bis zum 30. September 2021 eingeführt haben. Mit der vierten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 15. September 2021 wurden diese nun auf alle Unternehmen unabhängig vom Zeitpunkt der Einführung der Kurzarbeit ausgeweitet und die volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Weitere Informationen unter: www.bmas.de

 

Scheinselbstständigkeit

Die Kontrolle von Anstellungsverhältnissen mit freien Mitarbeitern oder Freiberuflern im Hinblick auf eine mögliche Scheinselbstständigkeit im Rahmen von Betriebsprüfungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Scheinselbstständigkeit stellt insbesondere in finanzieller Hinsicht ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Unternehmen dar, da sie die Nachzahlung von zum Teil hohen Sozialversicherungsbeiträgen zur Folge hat. Für die Schäden kommt dabei grundsätzlich immer der Auftraggeber und nicht der Auftragnehmer auf.

Kriterien für Scheinselbstständigkeit eines Mitarbeiters sind u.a.:

  • Nur ein Arbeitgeber
  • Verpflichtung zur Einhaltung festgelegter Arbeitszeiten - So deuten in der FIBU etwa Rechnungen, die immer zum gleichen Zeitpunkt und in gleicher Höhe gestellt werden, auf Scheinselbstständigkeit hin.
  • Verpflichtung zur Verrichtung der Arbeit in den Räumlichkeiten des Auftraggebers oder an einem von ihm festgelegten Ort
  • Nebentätigkeiten für andere Auftraggeber müssen bewilligt werden
  • Vertraglich zugesicherter Urlaubsanspruch
  • Weisungsgebundene Tätigkeit 
  • Geringe Stundensätze

Zweifelt der Prüfende an der Selbstständigkeit eines freien Mitarbeiters, wird der AG vor die Möglichkeit gestellt, die SV-Beiträge pauschal nachzuzahlen oder das Beschäftigungsverhältnis durch die Deutsche Rentenversicherung im Rahmen eines Statusfeststellungsverfahrens überprüfen zu lassen. Letzteres führt zu einem erheblichen Aufwand, da das Verfahren meist zu keinem anderem Ergebnis kommt und die Mitarbeiter daraufhin rückwirkend angemeldet und die SV-Beiträge für jeden Monat nachgemeldet werden müssen. 

Da die Einstufung immer vom Einzelfall abhängig ist, raten wir in Zweifelsfällen dazu, einen Anwalt, der auf SV-Recht oder auf Scheinselbständigkeit spezialisiert ist, einzuschalten. Wir dürfen hierzu nur sehr begrenzt beraten. 

Weitere Informationen finden sich in der Broschüre der Rechtsanwaltskammer „Selbständigkeit versus Scheinselbständigkeit“ – Abgrenzung anhand der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts"

 

Sozialversicherungspflicht von Gesellschafter-Geschäftsführern/ Familienmitgliedern

Gesellschafter-Geschäftsführer, also solche Gesellschafter, die sich auch als Geschäftsführer anstellen lassen, können in einem abhängigen und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zur GmbH stehen. Bei Gesellschafter-Geschäftsführern kann jedoch auch ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis zur GmbH aufgrund deren Beteiligung am Stammkapital oder besonderer Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag und der sich daraus ergebenden Rechtsmacht von vornherein ausgeschlossen sein. So sind Gesellschafter-Geschäftsführer nicht SV-pflichtig, wenn sie mehr als 50 % Anteil am Stammkapital haben oder durch die sogenannte "Sperrminorität" die Rechtsmacht haben, Beschlüsse zu verhindern, auch wenn sie weniger als 50 % Anteil am Stammkapital haben. 

Wird im Rahmen einer Betriebsprüfung der angegebene Sozialversicherungsstatus angezweifelt, kann dies die Nachzahlung von SV-Beiträgen zur Folge haben. Das kann sehr teuer werden. Bei Unklarheiten hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht ließ sich bislang ein durch die Dt. Rentenversicherung durchgeführtes Statusfeststellungsverfahren einleiten. Ab 2022 erfolgt die Prüfung jedoch nicht mehr in demselben Umfang wie bisher, sodass nur noch geprüft wird, ob eine abhängige Beschäftigung vorliegt, nicht aber, ob auch eine Sozialversicherungspflicht besteht. Wir empfehlen daher, zukünftig im Falle von Unsicherheiten einen Rechtsanwalt einzuschalten, denn auch wir sind nicht berechtigt, den Status hinsichtlich der Sozialversicherung zu prüfen. 

Vorsicht ist auch bei der Beschäftigung von Familienmitgliedern geboten. Hier erweist es sich oft als schwierig, den Sozialversicherungsstatus korrekt festzulegen. So ist aus steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sicht abzugrenzen zwischen familiärer Mitarbeit und einem „echten“ Arbeitsverhältnis. Von einer familienhaften Mitarbeit spricht man, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Angehöriger, hilft nur, wenn er Lust hat, und arbeitet unregelmäßig
  • Entgelt ist nicht vereinbart, wird nicht regelmäßig gezahlt und steht in keinem Verhältnis zur Arbeitsleistung
  • Beschäftigung eines weiteren Arbeitnehmers anstelle des Angehörigen wäre nicht erforderlich

In einem solchen Fall besteht keine Steuerpflicht der gezahlten Bezüge und diese sind nicht als Betriebsausgabe zu verbuchen. Auch hier kann in Zweifelfällen ein Statusfeststellungsverfahren weiterhelfen.

Hinweis: Wird ein Angehöriger "beschäftigt", obwohl ein Arbeitnehmer überhaupt nicht erforderlich ist, weil es nämlich an Arbeit fehlt, liegt weder ein steuer- noch ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor. 

Weitere Informationen unter: www.ikk-classic.de und www.clearingstelle.de

 

Corona-Hilfen: Verlängerung bis zum Jahresende

Das Förderprogramm Überbrückungshilfe III Plus wurde über den September hinaus bis zum 31. Dezember 2021 von der Bundesregierung verlängert. Die Antragstellung für die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Oktober, November und Dezember ist inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli, August und September. Auch in der verlängerten Überbrückungshilfe III Plus sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Unternehmen, die bereits die Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli bis September 2021 erhalten haben, und weitere Hilfe benötigen, können die Förderung für die Verlängerungsmonate Oktober bis Dezember 2021 einfach über einen Änderungsantrag erhalten. Alle Unternehmen, die bislang noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus gestellt haben, können jetzt einen Erstantrag für die volle Förderperiode Juli bis Dezember 2021 stellen. Die Antragstellung, welche seit dem 06.10.2021 möglich ist, kann weiterhin ausschließlich durch prüfende Dritte über die Website ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.

Die Antragstellung für die Neustarthilfe Plus für den Förderzeitraum Juli bis September 2021 ist laut FAQ noch bis zum 31. Oktober auf der Website ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich. Neu ist, dass seit dem 10. September auch prüfende Dritte Anträge auf Neustarthilfe Plus über die Plattform stellen können. Zudem wurde auch das Förderprogramm Neustarthilfe Plus für die Monate Oktober, November und Dezember verlängert. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, somit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten. Die Antragstellung Neustarthilfe Plus für den Zeitraum ab Oktober ist voraussichtlich Mitte Oktober möglich.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de


FÜR GRÜNDER*INNEN
deGUT

Am 29. und 30. Oktober 2021 gibt es auf den 37. Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) wieder alles, was Unternehmen für einen guten Start und ein gesundes Wachstum brauchen. Neben einem im Eintrittspreis enthaltenen Seminarprogramm bietet die Messe fundiertes Wissen und Beratung zu allen Themen der beruflichen Selbstständigkeit und Unternehmensführung.

Auch wir werden mit unserem Bachelor-Seminar "New Venture Creation: Unternehmensführung und Unternehmensnachfolge" wieder vor Ort sein und freuen uns schon sehr auf die vielen spannenden Vorträge, Seminare und Workshops.

Zeit: 29. + 30.10.2021 10.00–18.00 Uhr
Ort: ARENA Berlin (Treptow), Eichenstr. 4, 12435 Berlin

Weitere Informationen unter: www.degut.de

 

Global Entrepreneurship Monitor 

Seit 21 Jahren untersucht der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) das weltweite Gründungsgeschehen. Bis zu 70 Länder erheben jährlich Daten zu nationalen Gründungsaktivitäten und den jeweiligen Rahmenbedingungen, was den GEM zum weltweit größten Projekt der ländervergleichenden Gründungsforschung macht.

Der neue GEM-Länderbericht, der in Kooperation zwischen dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover und dem RKW Kompetenzzentrum entstanden ist, analysiert sowohl Gründungsaktivitäten und -einstellungen als auch gründungsbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland im internationalen Vergleich.

Weitere Informationen unter: www.rkw-kompentenzzentrum.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN
Reisekostenvergütung bei beruflich veranlassten Auslandsreisen in 2022 unverändert

Pandemiebedingt werden die Auslandstage- und Auslandsübernachtungsgelder nach dem Bundesreisekostengesetz zum 01.01.2022 nicht neu festgesetzt. Die zum 1. Januar veröffentlichten Beträge gelten somit auch für das Kalenderjahr 2022 unverändert fort. 

Weitere Informationen unter: www.datev-maganzin.de

 

Höhere Pauschalen bei berufsbedingten Umzug

Wer berufsbedingt umzieht, kann die Ausgaben dafür steuermindernd geltend machen. Neben größeren Posten wie z. B. Maklerkosten, Fahrtkosten oder Kosten für die Spedition, die einzeln belegt werden müssen, ist auch ein Pauschbetrag für sonstige Umzugskosten absetzbar. Dazu hat das Bundesfinanzministerium neue Umzugspauschalen veröffentlicht, die bereits für Umzüge ab 1. April 2021 gelten.

Arbeitnehmer, die berufsbedingt umziehen, können zunächst eine Pauschale von 870 Euro ansetzen. Für jedes weitere Haushaltsmitglied, z. B. Ehepartner, Kinder, Stief- oder Pflegekinder, kann ein Betrag von jeweils 580 Euro hinzugerechnet werden. Wer umzieht, aber bislang keine eigene Wohnung hatte oder nicht in eine eigene Wohnung zieht, kann bei einem Wohnortswechsel zumindest eine Pauschale von 174 Euro geltend machen. Voraussetzung ist, dass der Umzug aus beruflichen Gründen erfolgte. Dabei kommt es nicht auf die Wegstrecke an, die durch den Umzug zum Arbeitsplatz eingespart wird, sondern auf die geringere Fahrtzeit: Wer durch den Umzug täglich rund eine Stunde weniger für den Weg zur Arbeit benötigt, kann die Pauschalen geltend machen.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation (s. unten) enthalten.


DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Oktoberausgabe sind:

Gewinne aus der Veräußerung von Gold ETF-Fondsanteilen +++  Kindergeld-Rückforderung bei Auszahlung an das Kind +++ Bei berufsbedingtem Umzug erkennt Finanzamt höhere Pauschalen an +++ Muss eine E-Bilanz bei finanziellem Aufwand von ca. 40 Euro eingereicht werden? +++ Steuerliche Folgen der Bonus-Zahlung von privater Krankenkasse +++ Bareinzahlungen als steuerpflichtige Einnahmen im Wege der Schätzung +++ Neue Regeln durch das Gesetz zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes +++ Arbeitslohn durch Übertragung einer Versorgungszusage auf einen Pensionsfonds +++ Private Nutzung des Diensttelefons lohnsteuer-pflichtig? +++ Die Außenprüfung durch das Finanzamt +++ Zur Aufforderung zur Überlassung eines Datenträgers nach "GDPdU" zur Betriebsprüfung +++ Berechnungsgrundlage für Rentenbescheid muss nachvollziehbar sein +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Oktober/November 2021


 

Hier ließen sich die Monatsinformationen Oktober als PDF aufrufen

Steuernewsletter September 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

wir melden uns erholt aus der Sommerpause zurück.

Im kommenden Monat ist es auch schon wieder soweit: Wir veranstalten unser jährliches Block-Bachelor-Seminar "New Venture Creation: Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge." Aktuell sind wir auf der Suche nach ein paar Gasteferent*innen, die Lust haben, ca. 15 min zwanglos über ihre Erfahrungen als Gründer*innen/ Unternehmer*innen zu sprechen und im Anschluss im Rahmen einer Fragerunde (ca. 30-60 min) mit den Studierenden in Austausch zu treten.

Das Seminar wird am 22. & 23.10.2021 von 10.00-18.00 Uhr über Zoom stattfinden. Wir rechnen mit ca. 15 Teilnehmer*innen, von denen ein Großteil selbst gründen möchten und die daher sehr interessiert sind an lebensnahen Einblicken in die Welt der Unternehmensgründung und -führung.

Wer zum genannten Datum Zeit hat und bereit ist, seine Erfahrungen mit engagierten Bachelorstudierenden zu teilen, kann sich gerne bei uns per E-Mail melden. Wir freuen uns über Zuschriften. (Und denjenigen, die in den letzten Jahren teilgenommen haben, danken wir hier auch noch einmal sehr herzlich!)

 

 


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
E-Commerce

E-Commerce spielt für viele Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Schon seit längerem hat der Gesetzgeber sehr strenge Verbraucher schützende Regeln gesetzlich verankert. Diese enthalten zahlreiche Hinweis- und Informationspflichten, die gegenüber Verbrauchern erfüllt werden müssen. Auch hinsichtlich der seit Mai 2018 geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) gibt es zahlreiche Informations-, aber auch Organisationspflichten zu beachten. Die unten verlinkten DATEV-Mandanteninformation erläutert die wichtigsten rechtlichen „Spielregeln“ für den Betrieb eines Onlineshops. Mithilfe dieser Rechtstipps können Abmahnungen und Streit mit Kunden vermieden werden.

 Hier ließe sich die Mandanten-Info "E-Commerce - Rechtstipps für den Onlineshop" als PDF aufrufen

 

In eigener Sache: Zukünftig Abrechnung der Reisekosten über die Lohnabrechnung statt über die Finanzbuchführung

In Zukunft werden wir den Verpflegungsmehraufwand (VMA) und das Kilometergeld im Rahmen von Reisekostenabrechnungen nicht mehr wie bisher ausschließlich über die Finanzbuchhaltung abrechnen, sondern über die Lohnbuchhaltung laufen lassen. Der Grund für das veränderte Vorgehen liegt in der illegitimen Möglichkeit zur Mehrfachabrechnung (Mitarbeiter erhält Kilometergeld/VMA vom Arbeitgeber erstattet und gibt diese Reise zusätzlich noch einmal als nicht vom AG vergütete Reise in seiner privaten Steuererklärung an). Kommt eine solche Mehrfachabrechnung etwa im Zuge einer Lohnsteuer-Außenprüfung zu Tage, ist mit Bußgeldern/ Nachzahlungen zu rechnen. Der zusätzliche Aufwand verteuert die Lohnbuchführung nicht, weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber entstehen dadurch steuerliche Nachteile.

Wir bitten Sie daher, uns für das Jahr 2021 die Reisekosten für Ihre jeweiligen Arbeitnehmer bis zum 06.12.2021 gesammelt mitzuteilen.

Ab Januar 2022 sind uns diese dann monatlich bis spätestens den 15. des Folgemonats mitzuteilen, damit die Abrechnung Ihrer Reisekosten über die Lohnabrechnung fristgerecht möglich ist.

Zur Erinnerung noch einmal die grundsätzlichen Fristen: soweit nicht individuell anders vereinbart gelten folgende Fristen zur Einreichung Ihrer Unterlagen:

Lohn: 15. des Monats
Fibu: 20. des Folgemonats

Sollten Sie diese Fristen versäumen, können wir eine fristgerechte Abarbeitung der Aufträge nicht garantieren und Sie müssen mit Verspätungs- und Säumniszuschlägen rechnen.

 

Staatliche Corona-Hilfen: Wie sich mögliche Rückzahlungsforderungen vermeiden lassen

Im Zuge der Corona-Pandemie erhielten betroffene Unternehmen und Selbstständige finanzielle Unterstützung mittels unterschiedlicher staatlicher Finanzhilfen. Erfolgte die Bewilligung jedoch grundlos oder unter falschen Voraussetzungen, ist das Unternehmen zur (Teil-)Rückzahlung verpflichtet. Ob ein Anspruch auf die Hilfen vorlag, wird nun zunehmend staatlich geprüft. Voraussichtlich erfolgen die Prüfungen spätestens jedoch mit Abgabe der Steuererklärung 2020 und Folgejahre, im Rahmen derer Nachweise für die Berechtigung des Erhalts der jeweiligen Hilfen erbracht werden müssen.

Um auch noch zu einem späteren Zeitpunkt genau nachweisen zu können, wann, aus welchem Grund und in welchem Umfang Liquiditätsengpässe vorlagen, ist daher eine detaillierte Dokumentation der finanziellen Entwicklung des Unternehmens empfehlenswert. Dies gilt für alle diejenigen, die Soforthilfen, Überbrückungshilfen oder andere finanzielle Erleichterungen wie Herabsetzung steuerlicher Abschlagszahlungen oder Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen beantrag haben. Die Dokumentation sollte am besten rückwirkend ab März 2020 erstellt werden, damit sich etwaige unberechtigte Rückforderungen der Behörde leicht widerlegen lassen.

Formale oder strukturelle Anforderungen an einen Nachweis gibt es dabei nicht, wichtig ist nur, dass sämtliche maßgeblichen Zahlungen und Maßnahmen, die zur Schadensbegrenzung eingeleitet wurden, ersichtlich sind. Für die Dokumentation kann die Kopiervorlage von Lexware verwendet werden. Die Abschnitte III und IV sollten möglichst wöchentlich ausgefüllt werden, am besten bis etwa zwei Monate nachdem man die letzten Hilfen erhalten hat. In der Regel ist es ausreichend, die Dokumentation für den Zeitraum zu erstellen, in welchem die Beantragung der Hilfen erfolgte und die größten Liquiditätsengpässe entstanden sind.

Hinweis: Unternehmen, die unberechtigt Hilfen beantragt haben wie etwa solche, die schon vor März 2020 in finanziellen Schwierigkeiten waren, ist eine freiwillige Rückzahlung anzuraten, um Konsequenzen wie Bußgelder oder Strafzinsen zu vermeiden. 

Weitere Informationen unter: www.lexware.de 

 

Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus sind gestartet

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III Plus ist jetzt möglich. Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung auch weiterhin von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen für den Förderzeitraum Juli bis September 2021. Die Bedingungen entsprechen weitgehend der Überbrückungshilfe III. 

Neu ist bei der Überbrückungshilfe III Plus Folgendes:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, können alternativ zur allgemeinen Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten erhalten. 
  • Unternehmen wird es künftig erleichtert, durch gezielte Stabilisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen eine Insolvenz zu vermeiden. Ersetzt werden Gerichtskosten von bis zu 20.000,00 € pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Zudem wurde die Neustarthilfe erweitert und verbessert: 

Mit dem neuen Programm Neustarthilfe Plus werden weiterhin Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für den Förderzeitraum Juli bis September 2021 unterstützt.

Dazu wurde der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) auf maximal 4.500,00 € für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und auf bis zu 18.000,00 € für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum erhöht.

Die Überbrückungshilfe III Plus kann auch weiterhin nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Die Neustarthilfe Plus kann zunächst nur per Direktantrag im eigenen Namen beantragt werden. Wenn Sie einen Antrag über uns stellen möchten, setzen Sie sich bitte möglichst umgehend mit uns in Verbindung.

Die Antragsfrist für beide Programme endet am 31.10.2021. 

Weitere Informationen unter: www.überbrückungshilfe-unternehmen.de

 

Antragstellung für die Soforthilfe X 2.0 für gemeinnützige Vereine und Organisationen ist gestartet

Seit dem 23. August, können Vereine und Organisationen, die durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende Notlage geraten sind, die Soforthilfe X 2.0 (Ehrenamts- und Vereinshilfen) beantragen. Die Höhe des Zuschusses kann bis zu 20.000 EUR betragen. Je nach Verfügbarkeit von Fördermitteln sind im Einzelfall auch höhere Fördersummen möglich, wenn eine Tiefenprüfung den höheren Bedarf bestätigt und die Antragsbedingungen erfüllt sind. Die Antragstellung selbst ist nur auf der Website der IBB möglich.

Die Soforthilfe X 2.0 ist nachrangig zur Überbrückungshilfe III/ Überbrückungshilfe III Plus des Bundes zu verwenden. Organisationen, für die eine Beantragung der Überbrückungshilfe III/ Überbrückungshilfe III Plus in Frage kommen, können auf der Website der zuständigen Bundesministerien einen entsprechenden Antrag stellen.

Weitere Informationen zu den Antragsbedingungen und Antragsberechtigten unter: www.ibb.de

 

WICHTIG: Pflicht zur Eintragung ins Transparenzregister seit 1.8.2021

Wie wir bereits im Juni-Newsletter berichteten, sind mit den zum 1. August 2021 in Kraft getretenen Änderungen des Geldwäschegesetzes (Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz) alle juristischen Personen des Privatrechts und eingetragenen Personengesellschaften zur Mitteilung an das Transparenzregister verpflichtet. Durch die erfolgten Änderungen genügt es nicht mehr, dass die Angaben zum wirtschaftlichen Berechtigten bereits in anderen öffentlichen Registern insbesondere dem Handelsregister enthalten und dort elektronisch abrufbar sind. Stattdessen sind die folgenden Angaben zum wirtschaftlichen Berechtigten nun aktiv in das Transparenzregister einzutragen und aktuell zu halten: 

  1. Vor- und Nachname,
  2. Geburtsdatum,
  3. Wohnort,
  4. Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses sowie
  5. Alle Staatsangehörigkeiten

Für die Meldung sind jedoch Übergangsfristen vorgesehen:

  • Aktiengesellschaft, SE, Kommanditgesellschaft auf Aktien: spätestens bis zum 31. März 2022,
  • GmbH, Partnerschaftsgesellschaft, Genossenschaft, Europäische Genossenschaft: spätestens bis zum 30. Juni 2022,
  • in allen anderen Fällen: bis spätestens zum 31. Dezember 2022.

Die Eintragungen in das Transparenzregister sind elektronisch unter www.transparenzregister.de vorzunehmen. Die Eintragung ist kostenlos. Wir führen diese Eintragungen nicht für Sie durch. Bitte werden Sie hier selbst tätig. 

 

Bei Kapitalerhöhung zu beachten: Es gibt "echte" und "unechte" Kapitalerhöhungskosten

Die, die bereits größere Finanzierungsrunden hinter sich haben, wissen dies: Im Rahmen von Kapitalerhöhungen bei einer Kapitalgesellschaft entstehen zum Teil sehr hohe Kosten für die Ausarbeitung von Verträgen, die notarielle Beurkundung, die Handelsregistereintragung, usw. Für die steuerliche Einordnung der anlässlich einer Kapitalerhöhung anfallenden Kosten gilt das Veranlassungsprinzip. Das heißt, die Aufwendungen müssen objektiv in Zusammenhang mit der Einnahmenerzielung stehen und subjektiv zur Förderung der Einnahmenerzielung getätigt worden sein. Kosten, die mit der eigentlichen Kapitalerhöhung in Zusammenhang stehen, also der Kapitalbeschaffung dienen, stellen somit richtige Kosten dar, sie gehören zu den "echten Kapitalkosten", die es unbedingt von den unechten Kapitalkosten zu unterscheiden gilt. Zu den echten Kapitalerhöhungskosten zählen mitunter Beurkundungs- und Eintragungskosten in Bezug auf die Erhöhung des Nennkapitals, also Kosten, die sich auf den Kapitalerhöhungsbeschluss beziehen, die Kosten der Veröffentlichung der Satzungsänderung und die Steuer- und Rechtsberatungskosten, die unmittelbar mit dem Kapitalerhöhungsvorgang in Zusammenhang stehen. Beurkundungs- und Eintragungskosten in Bezug auf die neuen Gesellschaftsanteile wie beispielsweise Notarkosten, die durch die Regelungen der Gesellschafter untereinander verursacht sind, sind hingegen von den Gesellschaftern zu tragen. Diese zählen nach Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes zu den unechten Kapitalerhöhungskosten und sind somit als verdeckte Gewinnausschüttung zu behandeln, wenn sie beim Startup als Aufwand gebucht werden. Merke: Wenn das Startup von den Investoren aufgefordert wird, die Notar- und Rechtsanwaltskosten zu übernehmen, dann sind diese Kosten auf Seiten des Startups NICHT abziehbar und die Vorsteuer ist NICHT erstattungsfähig, um eine verdeckte Gewinnausschüttung zu verhindern. 

Grundlage bilden die BFH-Urteile vom 19.01.2000 und 17.05.2000

 

 "Ideas Powered for Business"-Fonds - EU-Förderprogramm für KMU

Vom 1. bis 30. September 2021 besteht die letzte Möglichkeit für die Beantragung von Fördermitteln im Rahmen des KMU-Fonds des EU IPO (Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum). KMU sollen mit dem Programm dabei unterstützt werden, ihre Strategien im Bereich der Rechte des geistigen Eigentums zu entwickeln und diese Rechte schützen zu können – auf regionaler, nationaler oder EU-Ebene.

Die Fördermittel werden nach der Reihenfolge der eingehenden Anträge vergeben. Handeln Sie deshalb zügig und verpassen Sie nicht Ihre Chance, Fördergelder von bis zu 1.500 EUR pro Unternehmen zu erhalten für:

  • eine Vorabdiagnose – IP-Scan – Ihrer geistigen Eigentumsrechte (IP)
  • Anmeldegebühren für Marken und Designs.

Der KMU-Fonds richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in den 27 EU-Mitgliedstaaten. 

Bei der Antragstellung ist folgende Reihenfolge zu beachten:

  • Antrag stellen unter euipo.europa.eu
  • Finanzhilfebeschluss des EU IPO abwarten
  • Marke bzw. Design anmelden bzw. IP-Scan-Termin durchführen
  • Erstattungsantrag einreichen.

Zur Checkliste für Antragstellende geht es hier.


FÜR GRÜNDER*INNEN
Crowdfunding in Zeiten von COVID 19

In Kooperation mit den Forscher*innen des Team Crowd Innovation@Fraunhofer untersuchte das Fachgebiet Entrepreneurship der TU Darmstadt die Eignung von Crowdfunding als Finanzinstrument in der Krise. Mit Unterstützung des Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW wurden die Forschungsergebnisse nun in der veröffentlichten Publikation gebündelt.

Innerhalb des Untersuchungszeitraums vom 8. Juli 2020 bis zum 17. August 2020 wurden 98 deutsche Crowdfunding- Plattformen mit online einsehbaren Kampagnen-Beschreibungen und mit Bezug zu COVID-19 analysiert. Darüber hinaus bietet die Studie detaillierte Einblicke in erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen, in die Profile der Initiator*innen und vieles mehr.

Die Studie ist hier abrufbar. 

 

KfW-Gründungsmonitor 2021

Durch die Corona-Krise ist die Gründung­stätigkeit in Deutschland 2020 zurückgegangen. Die Zahl der Existenz­gründungen ist auf 537.000 gesunken, im Voller­werb auf einen neuen Tief­punkt. Grün­derinnen und Gründer machten sich 2020 häufiger selbst­ständig, um eine sich bietende Geschäfts­gelegenheit wahrzu­nehmen. Die Anzahl an Chancen­gründungen blieb somit relativ stabil. Die Corona-Krise hat branchen­bedingt insbesondere selbst­ständige Frauen stark belastet. Die Zahl der Grün­derinnen insgesamt ging aber nur leicht zurück. Gründungs­interessierte Frauen haben sich wohl schneller auf die neuen Krisen­bedingungen eingestellt und letztlich ihre Gründungs­pläne häufiger doch realisiert als Männer. Dies sind einige der Ergebnisse des KfW-Gründungsmonitors 2021.

Weitere Informationen unter: www.kfw.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN
Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen mit jährlich 6% ab 2014 verfassungswidrig

Mit dem am 18. August 2021 veröffentlichtem Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen verfassungswidrig ist, soweit der Zinsberechnung für Verzinsungszeiträume ab dem 1. Januar 2014 ein Zinssatz von monatlich 0,5 % zugrunde gelegt wird.

Die Zinsregelung betrifft Einkommen-, Körperschaft-, Vermögen-, Umsatz- oder Gewerbesteuer und gilt sowohl für Steuernachforderungen als auch Steuererstattungen. Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts stellt die Verzinsung von Steuernachforderungen mit einem Zinssatz von monatlich 0,5 % nach Ablauf einer zinsfreien Karenzzeit von grundsätzlich 15 Monaten eine Ungleichbehandlung von Steuerschuldnern, deren Steuer erst nach Ablauf der Karenzzeit festgesetzt wird, gegenüber Steuerschuldnern, deren Steuer bereits innerhalb der Karenzzeit endgültig festgesetzt wird, dar. Diese Ungleichbehandlung erweist sich für in die Jahre 2010 bis 2013 fallende Verzinsungszeiträume noch als verfassungsgemäß, für in das Jahr 2014 fallende Verzinsungszeiträume dagegen als verfassungswidrig (Art. 3 Abs. 1 GG).

Bei Einführung des Zinssatzes von monatlich 0,5 % habe dieser noch etwa den maßstabsrelevanten Verhältnissen am Geld- und Kapitalmarkt entsprochen. Nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 habe sich jedoch ein strukturelles Niedrigzinsniveau entwickelt, das nicht mehr Ausdruck üblicher Zinsschwankungen sei. Spätestens seit dem Jahr 2014 erweise sich der Zinssatz als realitätsfern, so das Bundesverfassungsgericht.

Das bisherige Recht sei für bis einschließlich in das Jahr 2018 fallende Verzinsungszeiträume weiter anwendbar. Für ab in das Jahr 2019 fallende Verzinsungszeiträume sind die Vorschriften dagegen unanwendbar.

Weitere Informationen unter: www.bundesverfassungsgericht.de

 

 Photovoltaik-Anlagen: Steuer-Vereinfachung lohnenswert? 

Wer mit einer Photovoltaik-Anlage oder mit einem Blockheizkraftwerk Strom erzeugt und diesen in das öffentliche Netz einspeist, muss die Einkünfte in der Einkommensteuererklärung angeben. Gerade in der Anfangszeit fallen aber meist Verluste an. Deshalb verlangt das Finanzamt eine Prognose, ob mit der Anlage überhaupt Gewinn erzielt werden kann. Häufig unterstellt das Finanzamt eine steuerlich unbeachtliche Liebhaberei und will die Verluste aus der Photovoltaik-Anlage nicht anerkennen.

Wer sich als Hauseigentümer den Aufwand sparen und seinen Gewinn nicht versteuern möchte oder aber an einer Verlustverrechnung nicht interessiert ist, kann seit Juni 2021 direkt beim Finanzamt beantragen, dass ein Liebhabereibetrieb vorliegt. Steuerzahler müssen dann für ihre Photovoltaik-Anlage keine Einnahmen-Überschuss-Rechnung mehr abgeben, und die Einkünfte aus dem Verkauf des Stroms werden nicht besteuert.

Voraussetzungen dafür sind, dass die Leistung der Anlage nicht mehr als 10 Kilowatt beträgt, sie nach dem 31. Dezember 2003 erstmalig in Betrieb genommen wurde und sie auf einem selbstbewohnten Ein- oder Zweifamilienhaus installiert ist. Die Regelung gilt auch für kleine Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung bis 2,5 Kilowatt.

Wenn die Anlage schon länger in Betrieb ist und bisher Verluste vom Finanzamt anerkannt wurden, ist allerdings Vorsicht geboten. Wenn die Einkommensteuerbescheide aus den Vorjahren unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehen oder die Gewinnerzielungsabsicht nur vorläufig anerkannt worden ist, sind die alten Bescheide noch änderbar.

Wenn dann die Steuerbefreiung beantragt wird, kann es für die Vorjahre zu Steuernachzahlungen und Zinsen kommen, weil angenommen wird, dass die Photovoltaik-Anlage von Anfang an ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben worden ist. Wer die Vereinfachungsregel für seine schon bestehende Anlage nutzen möchte, sollte deshalb vorab prüfen, ob sich die Anwendung der neuen Vereinfachungsregel finanziell lohnt oder nicht.

Dieses und viele weitere Themen sind in den DATEV-Monatsinformation Juli bis September (s. unten) enthalten.


DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Septemberausgabe sind:

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung von Schäden durch Unwetter mit Hochwasser +++ Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen mit jährlich 6 % ab 2014 verfassungswidrig +++ Spenden anlässlich der Hochwasserkatastrophe - Erleichterter Nachweis +++ Photovoltaik-Anlagen: Steuer-Vereinfachung lohnenswert? +++ Kein Abzug von Kindergartenbeiträgen in Höhe steuerfrei gezahlter Arbeitgeberzuschüsse in der Einkommensteuererklärung +++ Arbeitslohn anlässlich von Betriebsveranstaltungen +++ Keine Besteuerung des auf das häusliche Arbeitszimmer entfallenden Veräußerungsgewinns bei Verkauf einer selbstgenutzten Immobilie +++ Ermäßigte Besteuerung von zusätzlich gezahlter Abfindung nach Wahrnehmung einer sog. Sprinterklausel +++ Corona-Quarantäne schließt Entgeltfortzahlung nicht aus


 

Hier ließen sich die Monatsinformationen Juli, August und September als PDF aufrufen

Steuernewsletter Juni 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

bevor es in die Sommerpause geht, melden wir uns mit unserem vorerst letzten Newsletter. In diesem Monat gibt es Grund zu feiern. Anlass ist unser 15 jähriges Firmenjubiläum! Eigentlich hatten wir dieses bereits im Januar, doch aus allseits bekannten Gründen musste auch dieses freudige Ereignis verschoben werden. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen, die uns auf unserem Weg begleitet haben, herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre mit Ihnen und auf alle kommenden Herausforderungen, an denen wir gemeinsam weiter wachsen können.

Wir wünschen allen einen erholsamen Sommer und viel Spaß beim Lesen.

 


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
Wichtig: Eintrag ins Transparenzregister wird für alle Pflicht

Mit dem Transparenz-Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (kurz TraFinG Gw), dass ab 1. August 2021 in Kraft treten soll, müssen in Zukunft ALLE zur Mitteilung nach dem Geldwäschegesetz Verpflichteten eine Eintragung ins Transparenzregister vornehmen - unabhängig davon, ob die erforderlichen Angaben sich bereits aus anderen öffentlichen Registern ergeben. Bislang galt die Meldepflicht schon dann als als erfüllt, wenn die Angaben bereits in anderen öffentlichen Registern insbesondere dem Handelsregister aktuell enthalten und dort elektronisch abrufbar waren. Verstöße gegen die nun erweiterte Mitteilungspflicht werden mit Bußgeldern sanktioniert.

Die Pflicht zur Eintragung in das Transparenzregister gilt für alle juristischen Personen des Privatrechts, etwa GmbH sowie UG, und eingetragenen Personengesellschaften, beispielsweise OHG, KG, GmbH & Co. KG, mit Sitz in Deutschland. Es sind Angaben zu dem/zu den wirtschaftlich Berechtigten mitzuteilen. Zu den meldepflichtigen Angaben zählen Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnort, Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses der betreffenden Person und nun neu sämtliche Staatsangehörigkeiten (statt wie bisher eine von mehreren).

Weitere Änderungen, die sich aus dem TraFinG Gw ergeben, sind: 

  • Meldepflichten bei Share Deals ausländischer Gesellschaften
  • Ermächtigung des Bundesanzeigers zur Erstellung von Übersichten der Eigentums- und Kontrollstruktur meldepflichtiger Vereinigungen 
  • Mitteilung nicht mehr nur der Auflösung, sondern auch der Sitzverlegung nicht in einem öffentlicher Register eingetragener Vereinigungen an das Transparenzregister

Weitere Informationen unter: www.haufe.de

 

One-Stop-Shop Verfahren

Wir berichteten bereits im letzten Newsletter über das ab dem 01.07.2021 geltende One-Stop-Shop Verfahren. Die unten verlinkte DATEV-Mandanteninformation liefert weiterführende Informationen zu diesem Thema. In dieser werden die neuen Besteuerungsverfahren zur Umsetzung des Mehrwertsteuerdigitalpakets und ihre Auswirkungen für den grenzüberschreitenden Online-Handel erläutert.

 Hier ließe sich die Mandanten-Info "Der One-Stop-Shop ab 01.07.2021" abrufen.

 

Kooperationspartner von Personio

Wir sind nun offiziell zertifizierter Kooperationspartner von Personio. Dabei handelt es sich um eine cloudbasierte HR-Software. Über eine Schnittstelle von Personio zu den DATEV Lohnprogrammen können kleine und
mittelständische Unternehmen ihre Lohnabrechnungsprozesse schneller, sicherer und effizienter machen – und so jeden Monat Zeit und Ressourcen sparen.

Sollten Sie Interesse an Personio haben, melden Sie sich bitte bei uns.

Nähere Informationen finden sich in dem Personio Flyer

Personio Kooperationspartner

 

Nachtrag Newsletter Mai 2021 - Vermietung von Privateigentum

In unserem letzten Newsletter informierten wir über steuerliche Regelungen hinsichtlich der Vermietung privater Immobilien und darüber, dass zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage die Aufteilung zwischen Grund und Boden (nicht abschreibbar) und dem Wert des Gebäudes (abschreibbar) erfolgt.

Wir empfehlen daher, die Unterteilung zwischen Grund und Boden sowie Gebäude bereits im Kaufvertrag festlegen zu lassen - Bitte sprechen Sie hierfür jedoch VORHER mit uns!!!!

 

Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus

Die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige werden bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus verlängert. Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten. Neu hinzu kommt die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Sie richtet sich an diejenigen Unternehmen, die Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen oder Beschäftigte neu einstellen. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.

Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird ebenfalls bis zum 30. September 2021 verlängert und als Neustarthilfe Plus weitergeführt. Sie erhöht sich von bis zu 1.250 EUR pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 EUR pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 EUR bekommen.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge

Mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 9. Juni wurde der erleichterte Zugang für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes um drei Monate auf den 30. September 2021 erweitert. Wurde bis zum 30. September 2021 Kurzarbeit im Betrieb eingeführt, kann bis zum 31. Dezember 2021 von den Sonderregelungen Gebrauch gemacht werden. Die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit wird ebenfalls bis 30. September 2021 verlängert. Vom 1. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2021 werden die Sozialversicherungsbeiträge zu 50 Prozent erstattet, wenn mit der Kurzarbeit bis 30. September 2021 begonnen wurde.

Weitere Informationen unter: www.ihk-berlin.de

 

Berechnung Liquiditätsengpässe Soforthilfe

Vom Steuerberaterverband erfolgte eine Anfrage an die IBB hinsichtlich der Berücksichtigung der Kosten der privaten Lebensführung bei der Soforthilfe in Bezug auf Solo-Selbständige, die bislang Alleinversorger ihrer Familie waren. Es war bisher ungeklärt, ob in diesem Fall die Kosten der privaten Lebensführung der ganzen Familie (Ehefrau/Ehemann und Kinder) ansetzbar, oder nur für die Person der/des Solo-Selbständigen selbst ansetzbar sind.

Die IBB stimmte zu, dass es keine klaren Regelungen diesbezüglich gebe und es reine Ermessensausübung sei. Sofern zuvor jedoch immer Unternehmereinkünfte in der Höhe erzielt worden sind, die es bewältigt haben, damit auch die ganze Familie zu ernähren, sollte hiernach bei der Anrechnung nicht weniger verbucht werden dürfen. Grundsätzlich muss natürlich die Wahrung des Prinzips des entstandenen Liquiditätsengpasses berücksichtigt werden. Nur die Kosten, die nicht durch Umsätze im Förderzeitraum gedeckt werden konnten, können hier auch berücksichtigt werden.

Quelle: Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg

 


FÜR GRÜNDER*INNEN
Green Startup Monitor 2021 erschienen

Der Klimawandel ist in den letzten Jahren auch hierzulande immer spürbarer geworden. Die wirtschaftliche Erneuerung nach der Corona-Krise muss daher ein Umbau von Produktion und Konsum sein, der das Ziel der Klimaneutralität ernst nimmt. Grüne Start-ups sind dabei die Schlüsselakteure, weil sie innovative Lösungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit liefern. Was Mut macht: Ihr Anteil am Gründungsgeschehen in Deutschland wächst. Das zeigen die Ergebnisse des vom Borderstep Institut und dem Bundesverband Deutsche Startups veröffentlichten Green Startup Monitors. Danach stieg der Anteil der grünen Start-ups am deutschen Start-up-Ökosystem im Vergleich zu den Vorjahren deutlich auf 30 Prozent aller Start-ups in Deutschland an. Dabei sind sie weiter mit deutlichen Herausforderungen konfrontiert, vor allem mit dem erschwerten Zugang zu Kapital. Der Green Startup Monitor 2021 formuliert vor diesem Hintergrund auch politische Handlungsempfehlungen.

Weitere Informationen unter: www.borderstep.de

 

Fondsstandortgesetz

Am 1. Juli soll voraussichtlich das Fondsstandortgesetz in Kraft treten. Dieses sieht insbesondere steuerliche Verbesserung von Mitarbeiterbeteiligungen an Start-ups vor. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Start-up-Unternehmen im internationalen Vergleich zu verbessern. 

Nach aktueller Gesetzeslage gelten Mitarbeiterbeteiligungen bei direkten Beteiligungen als lohnsteuerpflichtiger geldwerter Vorteil und müssen sofort, d.h. zum Zeitpunkt der abgeschlossenen Vereinbarung, besteuert werden. Damit fallen für den Arbeitnehmer Steuern an, obwohl er zu diesem Zeitpunkt zwar die Beteiligung, nicht aber einen Liquiditätszufluss erhält (sog. „Dry Income"). Mittels eines Besteuerungsaufschubs soll dies zukünftig vermieden werden.

Als Voraussetzung zur Besteuerung von Vermögensbeteiligungen zu einem späteren Zeitpunkt sieht das Fondsstandortgesetz unter anderem eine nicht  mehr als 10 Jahre zurückliege Unternehmensgründung vor oder, dass das Unternehmen des Arbeitgebers maximal 250 Mitarbeiter hat und maximal einen Jahresumsatz von 50 Mio. EUR sowie eine Bilanzsumme von 43 Mio. aufweist. Die nachgelagerte Besteuerung unabhängig vom Kapitalzufluss erfolgt dann in der Regel zum Zeitpunkt der Veräußerung, spätestens jedoch 12 Jahre nach der Übertragung oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum bisherigen Arbeitgeber. Zu beachten ist, dass der Besteuerungsaufschub nur in Bezug auf die (Lohn-)Steuer, nicht hinsichtlich Sozialversicherungsbeiträge  gelten soll.

Als weiterer wesentlicher Bestandteil des Fondsstandortgesetz ist eine Erhöhung des steuerfreien Höchstbetrags für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen von derzeit 360 EUR auf 1.440 EUR vorgesehen.

Da die neuen Reglungen nur für direkte, nicht aber für virtuelle Beteiligungen gelten sollen, sollten Start-ups individuell prüfen, ob es für sie vor dem Hintergrund des neuen Fondsstandortgesetz möglicherweise sinnvoll ist, direkte Beteiligungen einzuführen und/oder von virtuellen auf direkte Beteiligungen umzustellen. 

Weitere Informationen unter: www.iww.de, www.mhl.de und vc-magazin.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN
Fahrtkosten zur Betreuung von Enkelkindern als außergewöhnliche Belastungen?

Großeltern können die Fahrtkosten zur Betreuung von Enkelkindern nicht als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. So entschied das Finanzgericht Münster.

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz, dass Aufwendungen für Besuche zwischen Angehörigen nicht berücksichtigt werden können, auch wenn sie im Einzelfall außergewöhnlich hoch sind, seien nur zulässig, wenn Besuchsfahrten ausschließlich zum Zwecke der Heilung oder Linderung einer Krankheit oder eines Leidens getätigt werden oder den Zweck verfolgen, die Krankheit oder ein Leiden erträglicher zu machen, sodass die Kosten zu den unmittelbaren Krankheitskosten rechnen.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation (s. unten) enthalten.

 


DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Juniausgabe sind:

Versandhandel wird zum Fernverkauf +++  Fahrtkosten zur Betreuung von Enkelkindern als außergewöhnliche Belastungen? +++ Nachweis der fast ausschließlichen betrieblichen Nutzung eines Pkw bei der Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbetrag +++ Überprüfung der Steuerbegünstigung von Vereinen - Finanzämter informieren über Abgabepflicht +++ Steuerfolgen bei einer Entschädigung der Versicherung nach Brand eines Mietwohngrundstücks +++ Verringerung der 1 %-Pauschale um Aufwendungen des Arbeitnehmers +++ Keine Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf Gutscheinbücher +++ Kindergeldrückforderungen: Berechnung der Säumniszuschläge durch Familienkassen rechtswidrig +++ Sturz auf dem Weg ins Homeoffice ist nicht gesetzlich unfallversichert +++ Wohnungseigentümerversammlung muss auch während COVID-19-Pandemie stattfinden +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Juni/Juli 2021


 

Hier ließe sich die Monatsinformation Juni als PDF aufrufen

Steuernewsletter Mai 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

Immobilien sind für viele eine sehr attraktive Möglichkeit, Vermögen anzulegen und aufzubauen, gerade in diesen Zeiten historisch niedriger Zinsen. Aber: Der Erwerb einer Immobilie ist das eine - bei der steuerlichen "Bewirtschaftung" gibt es jedoch zahlreiche knifflige Einzelfragen zu beachten. Die Anforderungen des Finanzamts sind vielen Käufern oftmals unbekannt, wie z.B.: die (oft unklare) Aufteilung zwischen Grund und Boden (nicht abschreibbar) bzw. dem Wert des Gebäudes (abschreibbar) oder die besonderen Regeln beim Werbungskostenabzug bei verbilligter oder kostenloser Überlassung der Mietsache (z.B. an Kinder/Eltern). Die unten verlinkte DATEV-Mandanteninformation gibt einen ersten Überblick über wichtige steuerliche Regelungen für private Vermieter. Wenn Sie darüber nachdenken oder bereits dabei sind, eine Immobilie zu erwerben, sprechen Sie gern vorher mit uns. Wir wünschen eine informative Lektüre.

Hier ließe sich die Mandanten-Info "Vermietung von privaten Immobilien" abrufen.

 


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
Online-Handel neu geregelt

Wichtig für alle Online-Händler: Lang angekündigt, nun wirklich umgesetzt - ab dem 1. Juli 2021 ergeben sich mit der zweiten Stufe des Mehrwertsteuer-Digitalpakets innerhalb der EU, aber auch im Handel mit Drittstaaten, grundlegende umfangreiche Neuerungen bei der Umsatzsteuer.

Die wesentlichen Elemente des Digitalpakets sind:

  • Besteuerung am Ort des Verbrauchs: Lieferungen von Gegenständen an Privatkunden  in EU-Länder werden künftig als Fernverkäufe eingestuft. Damit erfolgt die Besteuerung des Fernverkaufs am Ort des Verbrauchs - es muss also immer der individuelle Umsatzsteuersatz des jeweiligen EU-Landes berechnet und abgeführt werden: Frankreich 20%, Niederlande 21 %, Griechenland 24 % usw. (bzw. den jeweilig ermäßigten Satz).
  • Lieferschwellen werden abgeschafft: Stattdessen gilt ab 01.07.2021 EU-weit eine einheitliche Grenze in Höhe von insgesamt 10.000 Euro (bezogen auf alle EU-Länder zusammen). Wenn also innerhalb der EU mehr als 10.000 EUR Umsatz durch Warenerkauf/Leistungen an Privatpersonen erwirtschaftet wird, gilt die neue Regelung für alle Leistungen des Unternehmers. Zur Beurteilung dieser Schwelle sind Lieferungen und Leistungen an Privatpersonen für 2020 und das 1. Halbjahr 2021  zu berücksichtigen (nicht etwa - das wäre schön gewesen - anteilig nur das erste Halbjahr 2021).
  • MOSS wird OSS – Einführung besonderer Besteuerungsverfahren: Die bestehenden Sonder-Besteuerungsverfahren für Unternehmen, die Dienstleistungen an private EU-Abnehmer mit Sitz im EU-Ausland ausführen (Mini-One-Stop-Shop), werden zum 1. Juli 2021 auf gelieferte Waren an Privatpersonen erweitert (sog. One-Stop-Shop (OSS): MOSS wird damit zu OSS. Somit ist nur noch eine zentrale Registrierung im Heimatland des Unternehmens notwendig, einzelne Umsatzsteuermeldungen in einzelnen Ländern entfallen damit weitgehend.
  • Einführung einer Lieferkettenfiktion für Plattformbetreiber (elektronische Schnittstelle): Bei Warenlieferungen aus Ländern außerhalb der EU über einen elektronischen Marktplatz wird der Betreiber des Online-Marktplatzes unter bestimmten Voraussetzungen Steuerschuldner der Umsatzsteuer, die im Inland anfällt. Es wird also ab Juli 2021 bei bestimmten Lieferungen ein Reihengeschäft fingiert.
  • Sonderregelung Import-One-Stop-Shop (IOSS): Es wird ein neues Import One Stop Shop-Verfahren (IOSS) für Fernverkäufe von Gegenständen in Sendungen mit einem Sachwert bis 150 Euro aus Staaten außerhalb der EU an Privatpersonen in der EU eingeführt. Zudem wird die Mehrwertsteuerbefreiung für die Einfuhr von Gegenständen mit einem Wert von bis zu 22 Euro abgeschafft.
  • Die Teilnahme an den Sonderregelungen OSS und IOSS können Unternehmer auf elektronischem Weg unter Angabe ihrer USt-IdNr. beim BZSt beantragen. Wenn Sie bei uns die Buchhaltung erledigen lassen, übernehmen wir das für Sie. Die Anmeldung ist seit dem 1. April 2021 mit Wirkung zum 1. Juli 2021 möglich und gilt einheitlich für alle Staaten der Europäischen Union. Damit ist die Registrierung im EU-Ausland nicht mehr notwendig. Bei der Steueranmeldung gilt jedoch weiterhin das jeweilige ausländische Umsatzsteuerrecht. Eine spätere Registrierung ist zwar möglich, sie wirkt jedoch ausschließlich für Besteuerungszeiträume nach der Registrierung. Die erstmalige Antragstellung muss bis zum 10. Tag des auf die erste Leistungserbringung folgenden Monats erfolgen. Unternehmer, die bereits die Sonderregelung Mini-One-Stop-Shop nutzen, nehmen automatisch an der Sonderregelung teil.

Weitere Informationen unter: www.ihk-berlin.de und www.bzst.de

 

Neustarthilfe Berlin 

Wir hatten bereits informiert, dass das Land Berlin eine „Neustarthilfe Berlin“ plant, mit der die bestehenden Programme "Neustarthilfe Bund" und „Überbrückungshilfe III“ (ÜH III) ergänzt werden.

Die Neustarthilfe Bund sieht einen Fördersatz von 50 % des Referenzumsatzes vor, das Land Berlin erhöht diesen mit der Neustarthilfe Berlin auf 75 % (allerdings bleibt es bei der Obergrenze von 7.500 €). Bei der ÜH III sollen Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitenden einen Zuschuss von bis zu 6.000 € (1.000 € pro Monat, in dem ÜH III erhalten wird) zur Sicherung der Existenz erhalten können.

Die Neustarthilfe Berlin ist ein sog. „Huckepackprogramm“, d. h. es gibt keine eigenständigen Bedingungen, sondern die Neustarthilfe Berlin wird auf die bestehenden Programme draufgesattelt. Wer also die Neustarthilfe Bund erhält, hat grundsätzlich auch Anspruch auf die Neustarthilfe Berlin (allerdings insgesamt max. 7.500 €); wer die ÜH III erhält, hat in den entsprechenden Monaten auch Anspruch auf den existenzsichernden Zuschuss.

Alle Personen, die bereits die Neustarthilfe erhalten haben, werden von der IBB seit dem 17.05.2021 per E-Mail angeschrieben und informiert, wie sie die Neustarthilfe Berlin beantragen können. Der Versand der Mails an antragsberechtigte Soloselbstständige und Kleinstunternehmer mit der Einladung, Anträge für die Neustarthilfe Berlin zu stellen, erfolgt über einen mehrwöchigen Zeitraum, voraussichtlich bis Mitte Juni. Wenn Sie also bislang keine Mail von der IBB erhalten haben, sagt das nichts über Ihre Antragsberechtigung aus! Die Anträge selbst können bis Ende Oktober gestellt werden. Das Schreiben geht an die E-Mail, die im Antrag angegeben wurde, was z. T. auch die E-Mail-Adresse der/des prüfenden Dritten sein kann.

Für den existenzsichernden Zuschuss von 1.000 €/Monat bei der ÜH III werden entsprechende E-Mails ab dem 24.05.2021 versandt.

Nähere Informationen unter: www.ibb.de

 

Engagierte Berliner Unternehmer*innen gesucht!

Der Senat von Berlin und die IHK Berlin zeichnen mit dem Berliner Unternehmerpreis Unternehmen aus, die sich freiwillig neben ihrem Business für die Stadt und diejenigen in der Gesellschaft engagieren, die Unterstützung dringend benötigen.

Verliehen wird die Mendelssohn-Medaille in zwei Kategorien: für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Die Gewinner der beiden Kategorien erhalten jeweils 3.000 Euro, die weiteren zwei Finalisten pro Kategorie erhalten jeweils 1.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 28. Mai.

Weitere Informationen unter: www.unternehmerpreis.berlin.de

 

Frist für die Steuerbefreiung von Corona-Sonderzahlungen verlängert 

Der Bundestag hat am 05.05.2021 das Abzugsteuerentlastungs-Modernisierungsgesetz mit Änderungen durch den Finanzausschuss beschlossen. Eine der Regelungen: Die Auszahlungsfrist für die Steuerbefreiung von Corona-Sonderzahlungen wird bis zum 31.3.2022 verlängert. Falls Sie also Ihren Mitarbeitern den Corona-Bonus noch nicht ausgezahlt haben sollten, können Sie dies immer noch tun. Doch Vorsicht: Die Fristverlängerung führt aber nicht dazu, dass die 1.500 EUR mehrfach steuerfrei ausgezahlt werden könnten. Lediglich der Zeitraum für die Gewährung des Betrages wird gestreckt. Die Verabschiedung durch den Bundesrat ist für den 28.05.2021 geplant.

Weitere Informationen unter: www.bundestag.de

 

Entwicklung DATEV zu einem Cloud Anbieter

DATEV rüstet sich für die digitale Welt und verlagert die Produkte der nächsten Generation in die Cloud, um für die Anwenderinnen und Anwender neue Prozess-, Zusammenarbeits- und Automatisierungsszenarien zu erschließen. Wen interessiert, wie die schöne neue DATEV-Welt von morgen aussehen wird, der lese diesen Artikel.

Weitere Informationen unter: www.datev.magazin.de

 


FÜR GRÜNDER*INNEN
Gründerwettbewerb - Digitale Innovationen

Der „Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen“ ist wieder da und geht direkt in eine neue Bewerbungsrunde. Es werden innovative Gründungsideen aus dem IKT-Umfeld gesucht. Gründerinnen und Gründer, die Innovationen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie entwickeln, können ihre Gründungsideen bis 31. Mai 2021 einreichen. Die eingereichten Ideen werden mit bis zu 32.000 Euro Preisgeld prämiert. Mit zusätzlichen 10.000 Euro ist ein Sonderpreis für Ideen für „Digitale Städte und Regionen“ dotiert.

Die Teilnahme lohnt sich auch dann, wenn es mit dem Gewinn nicht klappt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Gründungswettbewerb erhalten eine schriftliche Bewertung ihrer Ideenskizze hinsichtlich Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Die Preisträgerinnen und Preisträger profitieren zudem von einem umfangreichen Angebot aus Coaching (auch Liv Jacobsen ist dort als Coach gelistet), Mentoring und Vernetzungsaktivitäten.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

Förderung von Messeteilnahmen für Start-ups

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt im Jahr 2022 wieder im Rahmen des „Programms zur Förderung junger innovativer Unternehmen an internationalen Leitmessen in Deutschland“ Start-ups bei ihrer Messebeteiligung. Die geförderten Firmen können sich auf 72 internationalen Messen in Deutschland an Gemeinschaftsständen beteiligen. Eine Übersicht der Messen und die Förderbedingungen stehen auf der Website des AUMA bereit.

Weitere Informationen unter: www.bafa.de

 

Warum gründen Deutschlands Forscher*innen nicht?

Deutschland steht für ausgezeichnete Wissenschaft – doch Forscher und Forscherinnen gründen noch immer viel zu selten ein Unternehmen. Warum ist das so? Gesellschaft und Wirtschaft könnten noch stärker vom Know-how der Forscher und Forscherinnen profitieren – durch neue Produkte, Dienstleistungen oder Arbeitsplätze.

Die von der Joachim Herz Stiftung geförderte Studie des Entrepreneurship Research Institute der Technischen Universität München gibt völlig neue Impulse für die Förderung von wissenschaftlichen Ausgründungen. Sie richtet den Fokus erstmalig auf die Psychologie der Gründer und Gründerinnen und die Dynamik in ihren Teams.

Die vorliegende Publikation fasst die Ergebnisse zusammen, zeigt Best Practices und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Hochschule. In diesem Zusammenhang interessiert vielleicht auch, dass die Europa-Universität Viadrina, an der Prof. Dr. Liv Kirsten Jacobsen lehrt, im Gründungsradar 2020 (gerade erst veröffentlicht) erneut den 2. Platz unter den teilnehmenden 71 mittelgroßen Hochschulen belegen konnte.   

Weitere Informationen unter: www.joachimherzstiftung.de und www.gruendungsradar.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN
Kein Investitionsabzugsbetrag für den geplanten Erwerb eines GbR-Anteils

Bei beabsichtigter Anschaffung eines GbR-Anteils kann kein Investitionsabzugsbetrag für bereits im Gesellschaftsvermögen befindliche Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden. Dies hat der 4. Senat des Finanzgerichts Münster mit Urteil vom 26. März 2021 entschieden.

Die Kläger sind zusammenveranlagte Eheleute. Die Klägerin war an einer GbR beteiligt. Im Jahr 2017 veräußerte die Klägerin ihren GbR-Anteil mit Wirkung zum 01.01.2018 an den Kläger. In ihrer Feststellungserklärung für 2016 machte die GbR für den Kläger wegen des geplanten Anteilserwerbs einen Investitionsabzugsbetrag i. H. v. 48.000 Euro geltend. Hilfsweise beantragten die Kläger die Berücksichtigung dieses Betrages im Rahmen ihrer Einkommensteuerveranlagung für 2016. Beides lehnte das Finanzamt ab.

Weitere Informationen unter: www.datev-magazin.de

 

Ausgaben für medizinische Masken steuerlich absetzen

Krankheitskosten können als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Damit sich außergewöhnliche Belastungen steuermindernd auswirken, muss die sog. zumutbare Eigenbelastung überschritten werden. Diese ist unterschiedlich hoch und richtet sich nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder.

Das Finanzamt erkennt z. B. Ausgaben für Zahnersatz, Brillen, Kuren oder orthopädische Hilfsmittel an. Auch Kosten für medizinische Masken, die wegen der Corona-Pandemie gekauft wurden, können geltend gemacht werden. Allerdings muss hier unterschieden werden: Wurden die Masken für den privaten Gebrauch gekauft, zählen die Kosten zu den außergewöhnlichen Belastungen. Wurden die Masken ausschließlich aus beruflichen Gründen gekauft, handelt es sich um Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation (s. unten) enthalten.

 


DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Maiausgabe sind:

Ansatz eines steuerlichen Verlusts aus Aktien bei Insolvenz der AG +++ Keine Einkommensteuer für Zuteilung von PayPal-Aktien durch eBay-„Spin-Off“ +++ „Auto-Abo“ kann steuerliche Auswirkungen haben +++ Ausgaben für medizinische Masken können sich steuerlich auswirken +++ Ertragsteuerliche Beurteilung eines Vorweggewinns für die Komplementär-GmbH +++ Anforderungen an steuerliche Anerkennung eines geringfügigen Ehegattenarbeitsverhältnisses +++ Zur Stromlieferung als selbstständige Leistung neben einer umsatzsteuerfreien Vermietung +++ Betriebsprüfung: Kein Anspruch auf Durchführung einer Schlussbesprechung mit persönlicher Anwesenheit der Teilnehmer +++ Statt Arbeitslohn gewährte Tankgutscheine und Werbeeinnahmen unterliegen der Beitragspflicht +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Mai/Juni 2021


 

Hier ließe sich die Monatsinformation Mai als PDF aufrufen

Steuernewsletter April 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

das Handelsblatt hat uns auch in diesem Jahr erneut zu den besten Steuerberatern in Deutschland gekürt und von DATEV erhielten wir wieder die Auszeichnung Digitale Kanzlei 2021. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, gerade angesichts der hohen Anforderungen und der derzeitigen Umstände, und danken allen unseren Mandanten für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Wen interessiert, wie die Arbeit in Pandemie-Zeiten bei uns Steuerberatern aussieht, der lese diesen Artikel in der brand eins

auszeichung 2021

Im April veranstalten wir auch wieder das Master-Seminar "Grundlagen der Unternehmensnachfolge". Dort war unter anderem eines der Themen der Unternehmer-Notfallkoffer. Die Studierenden, insbesondere die, deren Eltern Unternehmen besitzen, stuften diesen als ungemein wichtig ein. Von unseren Mandanten haben uns bezüglich einer Beratung zum Unternehmer-Notfallkoffer bisher nur ganz wenige kontaktiert. Daher bitten wir Sie erneut, sich bewusst zu machen, dass jederzeit etwas Unvorhergesehenes passieren kann, gerade auch in Zeiten von Corona, und dass es immer besser ist, sich früh genug abzusichern, denken Sie an Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen! Einen ersten Überblick und auch Vorlagen finden Sie beim Verein Vorsorgeanwalt.e.V.   

Nun zu einem ganz anderen Thema, das auch in Corona-Zeiten sehr viel wichtiger geworden ist: Wie Gutscheine umsatzsteuerlich richtig zu behandeln sind, ist für viele immer noch nicht ganz klar, insbesondere seit mit dem Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet mit Artikel 9 die Änderung des Umsatzsteuergesetzes erfolgte und neue Regelungen eingeführt wurden. Unter diese fällt etwa, dass bei der umsatzsteuerlichen Behandlung von Gutscheinen seit dem 01.01.2019 zwischen Mehrzweck-Gutscheinen und Einzweck-Gutscheinen unterschieden werden muss. Spätestens seit dem 02.02.2021 sind die neuen Grundsätze anzuwenden. Die unten verlinkte DATEV-Mandanteninformation hilft dabei, Gutscheine richtig einzuordnen und zu erfassen. 

Viel Spaß beim Lesen!

Hier ließe sich die Mandanten-Info "Gutscheine" abrufen.


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
Sofortabschreibung digitaler Wirtschaftsgüter hat auch einen Haken

Wir berichteten bereits darüber, dass die Abschreibungsregeln vom Bundesfinanzministerium vereinfacht wurden. Demnach wurde für digitale Wirtschaftsgüter die Nutzungsdauer von 3 Jahren auf 1 Jahr verkürzt, womit diese der Sofortabschreibung unterliegen. Damit können die Kosten für digitale Wirtschaftsgüter (darunter Laptops und Computer, Work- und Dockingstations sowie Tastatur, Maus, Tablet, Scanner, Drucker und Headsets) im Jahr der Anschaffung steuerlich vollständig berücksichtigt werden. Die neuen Abschreibungsmöglichkeiten gelten für digitale Anschaffungen, die im Jahr 2021 gekauft werden, aber auch für im Anlageverzeichnis enthaltene Restbuchwerte von digitalen Wirtschaftsgütern, die früher angeschafft wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde. 

Sofern jedoch kein Bedarf zur Sofortabschreibung besteht, können digitale Wirtschaftsgüter auch weiterhin mit einer 3-jährigen Nutzungsdauer abgeschrieben werden, da ein Wahlrecht besteht und die Sofortabschreibung nicht verpflichtend ist. 

Auch wenn die Sofortabschreibung einige Vorteile wie Steuersparpotentiale oder die Sicherung der Liquidität des Unternehmens mit sich bringen kann, gibt es doch einige Aspekte zu beachten. So eröffnen sich lediglich für die Unternehmen, die Gewinne erzielen, durch die Sofortabschreibung Vorteile, da bei Verlusten ohnehin keine Steuern anfallen. Allerdings sind Verlustvorträge dann auch geringer - letztlich ist es nur eine Verschiebung von Aufwand in ein früheres Jahr; Steuern selbst kann man damit nicht sparen. Wird die Sofortabschreibung gewählt, ist darüber hinaus zusätzliche separate Steuerbilanz aufzustellen (zusätzlich zur Handelsbilanz), denn die Abschreibung gilt nur steuerrechtlich, nicht handelsrechtlich. In der Handelsbilanz müssen die digitalen Wirtschaftsgüter nämlich weiterhin über die bisherige Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben werden. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie die Sofortabschreibung nutzen möchten.

 

Verbesserungen bei der Überbrückungshilfe III 

Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und in mindestens drei Monaten seit November 2020 von Schließungen betroffen sind, erhalten einen neuen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Darüber hinaus wurden die Bedingungen der Überbrückungshilfe III auch insgesamt nochmals verbessert. Zu den Verbesserungen zählen mitunter:

  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Außerdem wird die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, auf bis zu 100 Prozent erhöht. Bislang wurden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

Neuerung bei den Neustarthilfen

Mehrpersonen-Kapitalgesellschaften (z.B. GmbHs, UGs), die nur geringe betriebliche Fixkosten haben, können ab sofort Anträge für die Neustarthilfe stellen. Die Antragstellung muss über einen prüfenden Dritten laufen. Achtung: Unternehmen können nach wie vor entweder die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III beantragen. Eine Kombination ist nicht möglich.

Weitere Informationen unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Verlängerung der KfW-Corona-Hilfskredite 

Die Frist zur Beantragung der Kredite aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 sowie des KfW-Schnellkredits wurde bis zum 31.12.2021 verlängert (bislang bis zum 30. Juni 2021 befristet). In diesem Zusammenhang wurde auch die Kreditobergrenze beim KfW-Schnellkredit auf bis zu 1,8 Mill. Euro (vorher 800.000 Euro) erhöht. 

Weitere Informationen unter: www.kfw.de

 

Selbstständigkeit versus Scheinselbstständigkeit

Immer wieder erreichen uns Fragen, wie denn Scheinselbständigkeit zu erkennen ist. In der aktuellen Broschüre der Bundesrechtsanwaltskammer zum Thema Scheinselbstständigkeit wird die Abgrenzung einer freien Mitarbeit von einer abhängigen Beschäftigung insbesondere anhand der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) verdeutlicht. Es werden die Abgrenzungskriterien erläutert und zudem Risiken aufgezeigt, die mit einer Scheinselbstständigkeit einhergehen. Lesen lohnt! Denn die nächste SV-Betriebsprüfung kommt - regelmäßig alle vier Jahre. 

Die Broschüre lässt sich hier abrufen. 

 

 

Unternehmensnachfolge-Geschichten für unterwegs zum Anhören

Das Unternehmer Radio ist eine Informationsplattform für Unternehmer, die ihre Firma in den nächsten Jahren verkaufen oder übergeben müssen. Es behandelt die Themen Unternehmensnachfolge und Digitalisierung. Dazu wurden 100 Podcast Episoden, Ebooks, Checklisten und über 100 Fachartikel zur Unternehmensnachfolge kostenlos veröffentlicht, um die Vorbereitung auf die Nachfolge zu erleichtern. Neben der Unternehmensbörse ist das Highlight für viele Hörer das Vorlagen-Paket zur Vorbereitung der Verkaufsunterlagen, das aus 9 Word-Vorlagen besteht und kostenlos heruntergeladen werden kann.

In den bisher knapp 100 erscheinenden Podcast Episoden werden Experten, Nachfolger und insbesondere Unternehmer, die ihre Firma bereits verkauft oder familienintern übergeben haben, interviewt. Damit ist das Unternehmer Radio seit 2017 die bekannteste Informationsplattform, die regelmäßig praktische Erfahrungen zum Thema Unternehmensnachfolge und Digitalisierung frei zur Verfügung stellt.

Weitere Informationen unter: www.unternehmer-radio.de

 


FÜR GRÜNDER*INNEN
Start des Zukunftsfonds

Die Bundesregierung stellt zusätzliche 10 Mrd. Euro für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) bereit. Profitieren werden davon insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase mit einem hohen Kapitalbedarf. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier haben die KfW mit der Umsetzung und Verwaltung des Zukunftsfonds beauftragt.

Weitere Informationen unter: www.kfw.de

 

Pitch Me!

Am 06. Mai findet die nächste Online-Ausgabe von Pitch Me! statt, welche von dem Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg veranstaltet wird. Der Pitch darf maximal fünf Minuten lang sein. Die Geschäftsidee wird dabei einer Fachjury und einem Publikum vorgestellt. Da jedes Jurymitglied aus einem anderen Blickwinkel bewertet, bekommen die Teilnehmer ein vielseitiges Feedback. Deadline für die Bewerbung ist der 29. April 2021. Wer nicht pitchen möchte, kann sich auch als Zuschauer anmelden. 

Weitere Informationen unter: www.ihk-berlin.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN
Änderung der Körperschaftsteuer - Gesetzentwurf

Die Bundesregierung will die Körperschaftsteuer ändern und zwar grundlegend! Personengesellschaften sollen künftig ein Wahlrecht haben, sich der Körperschaftsteuer anstelle der Einkommensteuer zu unterwerfen. Die Bundesregierung hat dazu den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts vorgelegt. Personenhandelsgesellschaften und Partnerschaftsgesellschaften können sich damit wie eine Kapitalgesellschaft besteuern lassen. Ob das allerdings bis zur Bundestagswahl geschieht und was danach davon übrig bleibt ... wer weiß.

Weitere Informationen unter: www.bundestag.de

 

Notwendigkeit einer Einkommensteuererklärung wegen Bezugs von Kurzarbeitergeld

Der Bezug von Kurzarbeitergeld kann für viele Arbeitnehmer in 2021 erstmalig zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 führen. Die Frist dazu für nicht beratene Steuerpflichtige ist der 2. August 2021. Das Bayerische Landesamt für Steuern wies darauf hin, dass eine Einkommensteuererklärung abzugeben ist, wenn in 2020 Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro zugeflossen sind. Es empfiehlt sich daher rechtzeitig zu prüfen, ob für das Jahr 2020 eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden muss.

Das Kurzarbeitergeld ist als Lohnersatzleistung steuerfrei - dies gilt ebenso für die Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld, zum Saison-Kurzarbeitergeld und zum Transferkurzarbeitergeld bis zu einer gewissen Höhe. Lohnersatzleistungen, wie z. B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Elterngeld oder Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt. D. h., diese Leistungen werden im Einkommensteuerveranlagungsverfahren bei der Ermittlung des individuellen Steuersatzes einbezogen. Dieser individuelle Steuersatz wird jedoch nur auf das tatsächlich steuerpflichtige Einkommen (also ohne Kurzarbeitergeld und etwaige andere Lohnersatzleistungen) angewendet. Dadurch ergibt sich ein höherer Steuersatz für das restliche Einkommen, wodurch es zu Steuernachzahlungen kommen kann.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation (s. unten) enthalten.

 


DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Aprilausgabe sind:

Nichtbeanstandungsfrist der Länder bei Kassen läuft ab +++ Corona-Krise: Besteuerung von Mieteinkünften bei Ausbleiben von Mieteinnahmen +++ Steuerliche Erleichterungen für freiwillige Helfer in Impfzentren +++ Nutzungsdauer von Computerhardware und Software herabgesetzt +++ Ist eine teilweise Schätzung bei der Anerkennung der Fahrtenbuchmethode zulässig? +++ Durch angemietetes Arbeitszimmer Steuern sparen +++ Gewinn mit Kryptowährung kann steuerpflichtig sein +++ Reparatur eines privaten Kfz - Keine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Handwerkerleistungen +++ Notwendigkeit einer Einkommensteuererklärung wegen Bezugs von Kurzarbeitergeld +++ Outplacement-Beratung für berufliche Neuorientierung ist steuerfrei +++ Statt Arbeitslohn gewährte Tankgutscheine und Werbeeinnahmen unterliegen der Beitragspflicht +++ WEG: Auch während Corona-Pandemie „Geisterversammlung“ nicht rechtmäßig +++ Corona-bedingte Betriebsschließung - Gastwirt bekommt von Versicherung keine Entschädigung +++ Termine Steuern/Sozialversicherung April/ Mai 2021
 

Hier ließe sich die Monatsinformation April als PDF aufrufen

Steuernewsletter März 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

wir berichteten bereits darüber, dass die Abschreibungsregeln vom Bundesfinanzministerium vereinfacht wurden. Demnach wurde für digitale Wirtschaftsgüter die Nutzungsdauer von 3 Jahren auf 1 Jahr verkürzt, womit diese der Sofortabschreibung unterliegen. Damit können die Kosten für digitale Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung steuerlich vollständig berücksichtigt werden. In dem nun veröffentlichten BMF-Schreiben sind alle Wirtschaftsgüter aufgelistet, für die die einjährige Nutzungsdauer gilt. Darunter fallen unter anderem Laptops und Computer, Work- und Dockingstations sowie Tastatur, Maus, Tablet, Scanner, Drucker und Headsets. Die neuen Abschreibungsmöglichkeiten gelten für digitale Anschaffungen, die im Jahr 2021 gekauft werden, aber auch für im Anlageverzeichnis enthaltene Restbuchwerte von digitalen Wirtschaftsgütern, die früher angeschafft wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde.

Grundsätzlich stecken in Abschreibungen große Steuersparpotentiale und gleichzeitig sichern sie die Liquidität des Unternehmens. Die unten verlinkte DATEV-Mandanteninformation verschafft daher einen Überblick über die wichtigsten Änderungen und zeigt die Alternativen bei der Abschreibung auf.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

 

Hier ließe sich die Mandanten-Info "Liquiditätsvorteile durch Abschreibungen" abrufen.


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
Frist für Überbrückungshilfe II endet

Die Antragsfrist der Erstanträge für Überbrückungshilfe II endet am 31.03.2021! Sollten Sie es wünschen, dass wir für Sie einen Antrag auf Überbrückungshilfe II stellen, melden Sie sich daher bitte dringend bei uns.

Weitere Informationen unter: www.überbrückungshilfe-unterehmen.de

 

Antragstellung jetzt auch für großvolumige Corona-Wirtschaftshilfen möglich

Seit 27.02.2021 können auch Unternehmen mit einem hohen Finanzbedarf, also Beträgen von über zwei Millionen Euro, Wirtschaftshilfen im Rahmen der November- und Dezemberhilfe beantragen. Dabei können die Unternehmen wählen, auf welchen Beihilferahmen sie ihren Antrag stützen, um die bestehenden Förderspielräume bestmöglich für ihre jeweilige unternehmerische Situation zu nutzen.

In Betracht kommen folgende beihilferechtliche Rahmenregelung, auf die Unternehmen ihre Anträge stützen können:

  • Kleinbeihilfenregelung und De-minimis-Verordnung für Beträge bis insgesamt 2 Millionen Euro.
  • Fixkostenhilferegelung für Beträge bis insgesamt 10 Millionen Euro. Erforderlich ist ein Verlustnachweis in Höhe der geltend gemachten Zuschüsse, beantragt werden können Zuschüsse in Höhe von 70 Prozent (bzw. 90 Prozent bei Klein- und Kleinstunternehmen) in Höhe der ungedeckten Fixkosten.
  • Schadensausgleichsregelung (ohne betragsmäßige Begrenzung): Erforderlich ist der Nachweis eines Schadens durch den behördlich angeordneten Lockdown-Beschluss vom 28. Oktober 2020 (einschließlich dessen Verlängerung). Neben den Verlusten können auch entgangene Gewinne berücksichtigt werden.

Anträge für die erweiterte November- und Dezemberhilfe können über prüfende Dritte auf der bundesweit einheitlichen Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Die Auszahlung der erweiterten November- und Dezemberhilfe erfolgt im regulären Verfahren durch die zuständigen Stellen der Länder.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

Erweiterung bei Neustarthilfe

Die Neustarthilfe kann nun auch von Ein-Personen-Kapitalgesellschaften beantragt werden. Eine Ein-Personen-Kapitalgesellschaft ist antragsberechtigt, wenn

  1. der überwiegende Teil (mind. 51%) der Summe der Einkünfte der Kapitalgesellschaft Einkünfte sind, die – wenn sie von einer natürlichen Person erzielt würden – als gewerbliche (§15 EStG) oder freiberufliche (§18 EStG) Einkünfte geltend würden, und
  2. der Gesellschafter der Ein-Personen-Kapitalgesellschaft 100% der Anteile an der Gesellschaft hält und in einem Umfang von mindestens 20 vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden je Woche von der Gesellschaft beschäftigt wird.

Darüber hinaus werden Auszubildende nicht länger mitgezählt, wenn bei der Ermittlung der Vollzeitäquivalente der Status der Solo-Selbständigkeit überprüft wird. Zudem ist bei einer Ein-Personen-Kapitalgesellschaft die vom Gesellschafter erbrachte Arbeitszeit bei der Ermittlung der Anzahl der Beschäftigten nicht zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn der Gesellschafter als Geschäftsführer für die Gesellschaft arbeitet.

Weitere Informationen unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Beachtung der Frist bei KUG

Das Kurzarbeitergeld erhöht sich ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Personen, die mindestens ein Kind haben) und ab dem siebten Bezugsmonat auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Personen, die mindestens ein Kind haben). Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes bis 31. Dezember 2021 gilt jedoch nur, wenn die jeweiligen Beschäftigten spätestens für März 2021 erstmalig Kurzarbeitergeld erhalten.

Weitere Informationen unter: www.ihk.de

 

Berlin: Weiterbildungsprämie in der Kurzarbeit 

Mit einer Weiterbildungsprämie in Höhe von 250 € unterstützt das Land Berlin Beschäftigte, die während ihrer Kurzarbeit (KUG) an einer von der Bundesagentur für Arbeit finanzierten Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen, um sich für künftige berufliche Anforderungen noch besser zu qualifizieren. 

Weitere Informationen unter: www.berlin.de

 

 Coronatests in Unternehmen

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit der Änderung der Medizinprodukte-Abgabe-Verordnung MPAV den Weg für Selbsttests frei gemacht. Damit dürfen die sog. PoC-Tests (Point-of-Care-Antigenschnelltests) für den Eigengebrauch und für Unternehmen frei verkauft und eingesetzt werden. Immer mehr Unternehmen bieten ihren Beschäftigten Selbsttests, und wo dies möglich ist, Schnelltests an, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Die IHK hat nun einen Fragenkatalog zusammenstellt, in welchem unter anderem die folgenden Fragen beantwortet werden: Wie kann ich bei mir im Unternehmen den Mitarbeitenden Schnelltests anbieten? Gibt es eine Verpflichtung für die Mitarbeitenden, das Testangebot anzunehmen? Wo kann ich Angebote für Schnell- oder Selbsttests beziehen?

Weitere Informationen unter: www.ihk.de

 

she suceeds award

Der Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU) rückt mit dem she succeeds award, ehemals Next Generation Award, erneut erfolgreiche Nachfolgerinnen in den Vordergrund und zeichnet in diesem Jahr erstmals auch Alt-Inhaber*innen aus, die in besonderem Maße dazu beigetragen haben, Frauen den Weg als Unternehmerin in der Nachfolge zu ebnen.

  • In der Kategorie „Unternehmensnachfolgerin des Jahres“ werden gesucht: Unternehmerinnen, die vor mindestens 12 Monaten die Übernahme eines Unternehmens erfolgreich abgeschlossen haben. Die Nachfolgerin muss Gesellschafterin/Inhaberin sein und eine geschäftsführende Funktion innehaben.
  • In der Kategorie „Wegbereiter*in des Jahres“ werden gesucht: Alt-Inhaber*innen, die vor mindestens 12 Monaten die Übergabe eines Unternehmens erfolgreich abgeschlossen haben. Es gilt keine Einschränkung in Bezug auf Branche und Unternehmensgröße.

Nominierungsschluss ist der 31.März 2021.

Weitere Informationen unter: www.vdu.de

 


FÜR GRÜNDER*INNEN
Brandenburger Innovationspreis 2021

Mit dem Brandenburger Innovationspreis werden jährlich herausragende Innovationen und die dahinter stehenden Akteure gewürdigt. Der Brandenburger Innovationspreis 2021 ist mit bis zu 10.000 Euro pro Cluster dotiert. Die Bewerbung läuft noch bis 10.04.2021.

Der Brandenburger Innovationspreis wird für Innovationen aller Art verliehen, die gute bis sehr gute Aussichten auf Markterfolg haben. Ausgezeichnet werden auch beispielgebende, nicht technische Innovationen wie Organisations- und Marketingkonzepte sowie Geschäftsmodelle. Das sind insbesondere Innovationen:

  • die den digitalen Wandel vorantreiben,
  • die neuartige Arbeitsprozesse ermöglichen,
  • die zu einer größeren Flexibilisierung der Arbeit für Beschäftigte beitragen,
  • mit denen Produktionsabläufe neu gestaltet werden,
  • mit denen bestehende Wertschöpfungsstrukturen aufgebrochen und neue geschaffen werden.

Das heißt konkret: es geht um Produkte, Technologien oder Verfahren, die neu, nützlich und – potenziell – nachgefragt sind und die nachhaltig – ökonomisch, ökologisch und sozial – wirken.

Bewerben können sich:

  • Unternehmen jeder Größe (kleine, mittlere und größere Unternehmen, Start-ups, junge Unternehmen, Handwerksbetriebe) allein oder in Kooperation sowie
  • wissenschaftliche Einrichtungen in (!) Kooperation mit Unternehmen

… die ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Brandenburg haben.

Weitere Informationen unter: www.brandenburger-innovationspreis.de

 

Investors's Dinner

Für technologieorientierte Start-ups, die auf der Suche nach einer Frühphasenfinanzierung sind, organisiert das Netzwerk media:net berlinbrandenburg e. V. das nächste Matchmaking Dinner. 24 Start-ups haben am 27. Mai 2021 die Möglichkeit, über 15 Investoren zu treffen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 01.04.2021.

Weitere Informationen unter: www.medianet-bb.de

 

Studie: Auf Künstliche Intelligenz kommt es an

Die BMWi-Studie untersucht, welchen Beitrag der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen zur Innovationsleistung und der wirtschaftlichen Performance der deutschen Wirtschaft leistet: Die stärksten Beiträge zu Innovationen gehen von KI-Verfahren im Bereich Bilderkennung sowie von KI-Anwendungen zur Automatisierung von Prozessen aus. Außerdem erzielen Unternehmen, die KI relativ breit nutzen (d.h. unterschiedliche KI-Verfahren in unterschiedlichen Anwendungsgebieten einsetzen), tendenziell höhere Innovationsergebnisse. Demgegenüber sind die Innovationsergebnisse weniger stark in Unternehmen, die KI-Verfahren vor allem selbst entwickelt haben. Höhere Innovationserfolge werden tendenziell von jenen Unternehmen erzielt, die KI schon etwas länger einsetzen.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN
Kurzarbeit Null kürzt den Urlaub

Aufgrund der Kurzarbeit Null in den Monaten Juni, Juli und Oktober 2020 hat eine Klägerin in diesem Zeitraum keine Urlaubsansprüche gemäß des Bundesurlaubsgesetzes erworben. Der Jahresurlaub 2020 stehe ihr deshalb nur anteilig im gekürzten Umfang zu. So entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf. Für jeden vollen Monat der Kurzarbeit Null sei der Urlaub um ein Zwölftel zu kürzen. Im Hinblick darauf, dass der Erholungsurlaub bezwecke, sich zu erholen, setze er eine Verpflichtung zur Tätigkeit voraus. 

Weitere Informationen unter: www.datev-magazin.de

 

Immobilien-Eigentümer mit Photovoltaikanlage kann Verluste steuerlich geltend machen

Bei einer Hausbesitzerin entstanden in den drei Jahren nach der Anschaffung der Photovoltaikanlage Verluste. Im Streitjahr erzielte sie ein negatives Ergebnis von 261 Euro, das sie in ihrer Einkommensteuererklärung geltend machte. Das wollte das Finanzamt nicht anerkennen, weil es sich aus seiner Sicht um eine steuerlich unbeachtliche Liebhaberei handele. Die Anschaffung der Anlage könne sich nicht lohnen.

Das Finanzgericht Thüringen gab jedoch der Hausbesitzerin Recht. Beim Betrieb einer solchen Photovoltaikanlage sei grundsätzlich von einer Gewinnerzielungsabsicht auszugehen. Verluste müsse das Finanzamt daher steuermindernd anerkennen. Denn Verluste allein würden die Photovoltaikanlage noch lange nicht zu einem steuerlich unbeachtlichen Hobby machen. Selbst in Fällen, in denen die Gewinnerzielungsprognose negativ sei, komme eine Liebhaberei nur dann in Betracht, wenn die Tätigkeit auf privaten Motiven beruhe.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation enthalten.

 


DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Märzausgabe sind:

Immobilien-Eigentümer mit Photovoltaikanlage kann Verluste steuerlich geltend machen +++ Wann sind Sponsoring-Aufwendungen steuerlich abzugsfähig? +++ Steuervorteil für energetische Sanierung gilt nicht nur für Objekt +++ Übertragung von Betriebsvermögen an Betriebsnachfolger und Versorgungsleistungen +++ Steuern für Privatverkäufe eines Händlers auf Internetplattform? +++ Soli-Rechner beim Bundesfinanzministerium +++ Nicht angemessene Verzinsung eines Gesellschafterdarlehens kann verdeckte Gewinnausschüttungen darstellen +++  Umsatzsteuerliche Folgen des Brexit +++ Verkauf von durch Schenkung erworbenen Toren, Zäunen und ähnlichen Gegenständen über eBay als unternehmerische Tätigkeit? +++ Befreiung von der Sondervorauszahlung 2021 +++ Rechte und Pflichten bei Homeoffice während der Corona-Pandemie +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Februar/März 2021
 

Hier ließe sich die Monatsinformation März als PDF aufrufen

Sondernewsletter "Neustarthilfe Berlin" - vom 25.02.2021

Liebe Leserinnen und Leser,

vor zwei Wochen kündigte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop die Neustarthilfe Berlin an. Mit dem Programm will das Land Berlin Soloselbstständige und kleine Unternehmen in Ergänzung zu den Bundeshilfen finanziell unterstützen. Nun wurden nähere Details bekannt gegeben, über die wir informieren möchten. Zudem kündigte Wirtschaftsminister Peter Altmeier vor einigen Tagen einen Härtefallfonds an, der aber noch mit dem Finanzminister Olaf Scholz abgestimmt werden muss.

 


Neustarthilfe Berlin

Das geplante Programm umfasst ein Volumen von 150 Millionen Euro. Ziel der „Neustarthilfe Berlin” ist es, Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen in der Krise zu helfen. Das Vorhaben wird dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin am 17.03.2021 zur Genehmigung vorgelegt.

Die „Neustarthilfe Berlin“ ist eine Ergänzung der Neustarthilfe bzw. der Überbrückungshilfe III des Bundes. Bis Mitte des Jahres soll auf diese Weise Soloselbstständigen und kleinen Unternehmen bis zu fünf Mitarbeiter:innen geholfen werden.

Das Land Berlin wird den Betrag der Neustarthilfe des Bundes für Soloselbstständige erhöhen. Sieht diese einen Fördersatz von 50 Prozent des Referenzumsatzes vor, soll die Berliner Förderung für Soloselbstständige bei 75 Prozent liegen. Damit unterstützt das Land Berlin insbesondere Soloselbstständige, die im Jahr 2019 niedrige Umsätze erwirtschaftet haben. Der maximale Fördersatz bleibt bei 7.500 Euro.

Geplant ist zudem, dass kleinere Unternehmen und Selbstständige mit bis zu 5 MA einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro zur Sicherung der Existenz aufsetzend auf die Überbrückungshilfe III erhalten. Das Land Berlin plant, die Überprüfung der Antragsberech­tigung des Bundes zu übernehmen, damit müssen keine weiteren zusätzlichen aufwändigen Prüfverfahren aufgesetzt werden.

Da sich die Auszahlung der Bundeshilfen (erweiterte November- und Dezemberhilfe, wie auch Überbrückungshilfe III) durch die aufwändigen Bearbeitungsverfahren hinzieht, plant der Senat zudem zusammen mit der Bürgschaftsbank zu Berlin Brandenburg (BBB) verstärkt Liquiditätshilfen mit Bürgschaften des Landes Berlin zu unterstützen. Hierfür ist ein Bürgschaftsrahmen von 100 Millionen geplant. Damit sollen Zwischenfinanzierungen bis zur Auszahlung der Bundeshilfen ermöglicht werden. Die BBB soll demnach 90 Prozent der Bürgschaft bis zu 250.000 Euro für Zwischenfinanzierungen übernehmen, damit die Hausbanken künftig schneller das Geld auszahlen können.

Weitere Informationen unter: www.berlin.de

 

Härtefallfonds angekündigt

Vor wenigen Tagen hatte der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen neuen Härtefallfonds zusammen mit den Ländern für Corona-geschädigte Unternehmen angekündigt. Details zur Höhe und zu den Förderbedingungen sind noch unklar. Allerdings muss der Härtefallfonds den Beihilferegelungen genügen. Die Einzelheiten sollen in den nächsten Tagen mit dem Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium ausgearbeitet werden. Ziel sei es, Unternehmen zu helfen, die bislang durch das Raster der Hilfsarchitektur zu fallen drohen. Damit sollen Unternehmen unterstützt werden, deren wirtschaftliche Not eindeutig Corona-bedingt ist, die aber aufgrund spezieller Fallkonstruktionen keine anderweitige Hilfe erhalten.

Wir halten Sie zu den Details und Förderbedingungen auf dem Laufenden.

Weitere Informationen unter: www.handelsblatt.de

 

Steuernewsletter Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Zahl der Dienstreisen von Unternehmen momentan deutlich reduziert und stattdessen vielerorts auf Videokonferenzen umgestellt wurde, bleibt für manche Angelegenheiten die Dienstreise unverzichtbar. Im Rahmen der Reisekostenabrechnung können verschiedene Reisekosten, die bei einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit anfallen, wie der Verpflegungsmehraufwand, die Fahrt- oder Übernachtungskosten steuerfrei oder pauschalversteuert erstattet werden. Die unter verlinkte DATEV Mandanteninformation informiert über Aktuelles zur Reisekostenabrechnung und klärt noch einmal die wichtigsten Voraussetzungen. Auf Anfrage stellen wir Ihnen auch gerne unsere Reisekostentabelle zur Berechnung der Ausgaben für 2021 zur Verfügung.

 

Wir wünschen eine informative Lektüre!

Hier ließe sich die Mandanten-Info "Aktuelles zur Reisekostenabrechnung" abrufen.


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
In eigener Sache: Gehaltsoptimierung und digitale Lohnbuchhaltung

Um unsere Mandanten dabei zu unterstützen, rechtssicher Lohn- und Lohnnebenkosten zu senken und gleichzeitig ihren Mitarbeitern ein höheres Nettogehalt zukommen zu lassen, beraten wir gerne bei der Optimierung der Gehaltsextras. Wir beraten z.B. zu Spendit, Edenred, Lunchit, Smunch oder Sodexo und suchen nach einer individuellen Lösung für Ihr Unternehmen. Solltest Du Interesse an einer Lohnkostenoptimierung haben, nimm einfach Kontakt zu uns auf.

Daneben bieten wir Ihnen bedarfsgerecht moderne digitale Lohnbuchhaltung, auch mit einem Import aus HR-Systemen wie Personio in DATEV LODAS. Mit solchen HR-Vorsystemen funktioniert der Datenimport- und export problemlos und effizient, womit nachhaltig die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Lohnabrechner erleichtert wird.

Erinnerung: Künstlersozialabgabe

Bis zum 31. März sind von Seiten abgabepflichtiger Unternehmen die an Künstler oder Publizisten gezahlten Entgelte des Jahres 2020 an die Künstlersozialkasse (KSK) zu melden. Bei Pflichtverletzung können Bußgelder bis zu 50.000 Euro erhoben werden. Unser Merkblatt KSK informiert über die Voraussetzung und Höhe der Abgabe.

Hier ließe sich das Merkbatt "KSK" abrufen.

 

Antragsstellung Überbrückungshilfe III gestartet

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III ist seit dem 10.02.2021 freigeschaltet und online. Unternehmen, die von der Corona Pandemie und dem aktuellen Teil-Lockdown stark betroffen sind, können für die Zeit bis Ende Juni 2021 staatliche Unterstützung in Höhe von monatlich bis 1,5 Millionen Euro erhalten. Diese muss nicht zurückgezahlt werden. Die endgültige Entscheidung über die Anträge und die reguläre Auszahlung durch die Länder wird ab März erfolgen. Bis dahin können Unternehmen Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten. Die ersten Abschlagszahlungen mit Beträgen von bis zu 400.000 Euro starten ab dem 15. Februar 2021. Die Anträge müssen über einen „prüfenden Dritten“, also etwa Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer eingereicht werden.

Bitte beachten: Die Neustarthilfe für Soloselbstständige in Form eines einmaligen Zuschusses von maximal 7.500 Euro kann derzeit noch NICHT beantragt werden. Dies soll im Laufe der nächsten zwei Wochen möglich sein.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

 

Wahlrechte sollen auch November- und Dezemberhilfen flexibilisieren

Unternehmen sollen nach aktuellen Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) nunmehr auch bei der November- und Dezemberhilfe ein Wahlrecht haben, auf welchen Beihilferahmen sie ihren Antrag stützen. Von Bedeutung ist dies insbesondere für Unternehmen mit größerem Finanzierungsbedarf. Sie können damit entscheiden, auf welcher beihilferechtlichen Grundlage sie die staatlichen Hilfen beantragen.

Die möglichen beihilferechtlichen Rahmenregelungen, auf die Unternehmen ihre Anträge stützen können, sind die Kleinbeihilfenregelung und De-minimis-Verordnung für Beträge bis 2 Mio. Euro sowie die Fixkostenhilferegelung für Beträge bis 10 Mio. Euro. Alternativ kann auch eine neue Schadensausgleichsregelung (ohne betragsmäßige Begrenzung) in Betracht kommen. Erforderlich ist hier der Nachweis eines Schadens durch den behördlich angeordneten Lockdown-Beschluss vom 28.10.2020 (einschließlich dessen Verlängerung).

Die EU-Kommission hatte in den vergangenen Wochen mit zwei Beihilfeentscheidungen die Flexibilität für nationale Corona-Hilfen deutlich erhöht. Am 22.01.2021 wurde die Vergabe der November- und Dezemberhilfe auf Grundlage einer neuen Schadensausgleichsregelung genehmigt. Sie erfordert keine ausschließliche Verlustrechnung wie bei der Fixkostenhilferegelung, sondern ermöglicht auch die Berücksichtigung entgangener Gewinne. Am 28.01.2021 wurden außerdem die Höchstbeträge für Corona-Beihilfen spürbar heraufgesetzt. Danach sind künftig Kleinbeihilfen bis 1,8 Mio. Euro (bislang: max. 800.000 Euro) und Fixkostenhilfen bis 10 Mio. Euro (bislang: max. 3 Mio. Euro) möglich.

Nach Auskunft des BMWi sollen die Antragstellungen für sog. großvolumige Anträge von über 1 Million Euro spätestens Mitte März 2021 starten können.

Weitere Informationen unter: www-datev-magazin.de und www.bmwi.de

 

Hinweise zur Berechnung Liquiditätsengpass Corona-Soforthilfe

Darüber wie der Liquiditätsengpass im Rahmen der Soforthilfe (Berliner Landeszuschuss 5000 € und Bundeszuschuss 9000 €) zu berechnen ist, herrscht bei vielen Unklarheit.

Die IBB gibt folgendes Berechnungsschema vor:
Laufende Einnahmen der auf die Antragstellung folgenden 3 Monate
- laufender Sach- und Finanzaufwand der nächsten 3 Monate
= Liquiditätsengpass

Hier einige zusätzliche Hinweise:

  • Die Kosten der Lebenshaltung kann für jeden der GbR-Gesellschafter angesetzt werden (betrifft Berliner Landeszuschuss).
  • Die laufenden Steuerberatungskosten zählen zu den laufenden Sach- und Finanzaufwendungen (betrifft Landes- und Bundeszuschuss).
  • Investitionen und Neuanschaffungen sind von der Soforthilfe ausgeschlossen. Das gilt auch für Ersatzanschaffungen (betrifft Landes- und Bundeszuschuss).
  • Sofern es sich im Rahmen des Wareneinkaufs um Materialkosten handelt, die der Antragsteller als laufenden Sach- und Finanzaufwand auch üblich vor der Corona-Krise für seine Ausübung der Geschäftstätigkeit benötigte, kann der Wareneinkauf für die Berechnung des Liquiditätsengpasses angesetzt werden (betrifft Landes- und Bundeszuschuss).

Weitere Informationen finden sich im Überblick Soforthilfeprogramm II und den FAQs der IBB

 

Steuerlicher Verlustrücktrag

Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 10 Mio. € (bei Zusammenveranlagung 20 Mio. €) angehoben werden. Bereits im Vorjahr wurden die Grenzen von 1 Mio. € (bzw. 2 Mio. €) auf 5 Mio. € (bzw. 10 Mio. €) angehoben.

Die neue betragsmäßige Anhebung kann Unternehmen zwar mehr Liquidität verschaffen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn sie im unmittelbar vorangegangenen Wirtschaftsjahr entsprechend hohe Gewinne erwirtschaftet haben.

Weitere Informationen unter: www.dstv.de

 

Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021

Die Berliner Finanzverwaltung teilt mit, dass Steuerpflichtige, die wirtschaftlich von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind und für 2021 eine Umsatzsteuer-Dauerfristverlängerung beantragen, die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung (1/11) auf Antrag nicht zu zahlen haben.

Sofern die Beantragung einer Umsatzsteuer-Dauerfristverlängerung für 2021 gewünscht ist, bitte Kontakt zu uns aufnehmen.

Quelle: Steuerberaterkammer Berlin

 


FÜR GRÜNDER*INNEN
"Vielfalt unternimmt - Berlin würdigt migrantische Unternehmen"“

Der Wettbewerb “Vielfalt unternimmt – Berlin würdigt migrantische Unternehmen” geht 2021 in die zweite Runde. Bewerben kann man sich noch bis 22.03.2021 in einer der folgenden drei Kategorien:

  • Kategorie A: Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren am Markt sind und mehr als 30 Beschäftigte haben
  • Kategorie B: Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren am Markt sind und zwischen 0 und 30 Beschäftigte haben
  • Kategorie C: Gründer(innen)preis für Unternehmen, die seit mindestens einem Jahr und weniger als fünf Jahre am Markt sind (Stichtag: 25.01.2021)

Die Preisträgerinnen und Preisträger können sich freuen auf

  • eine öffentliche Auszeichnung im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Berliner (Roten) Rathaus am 19. Mai 2021,
  • jeweils 10.000 € Preisgeld und eine Preistrophäe pro Kategorie,
  • ein filmisches Unternehmensporträt.

Sie kennen Unternehmerinnen und Unternehmer oder Gründerinnen und Gründer, die den Preis verdient haben? Es besteht auch die Möglichkeit, diese Personen zu nominieren.

Weitere Informationen unter: www.berlin.de

 

EY Start-up Barometer 2021 veröffentlicht

Trotz der Corona-Krise erhielten 2020 mehr deutsche Start-ups frisches Kapital als im Vorjahr: Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um sechs Prozent auf 743 und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Allerdings gab es deutlich weniger Großdeals im Volumen von 100 Millionen Euro, so dass das Investitionsvolumen relativ stark sank: um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Das sind Ergebnisse des Startup-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).

„Es gibt zwar einen Corona-Effekt bei den Risikokapitalinvestitionen“, beobachtet Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY Deutschland. „Dieser beschränkt sich aber in erster Linie auf den Rückgang bei sehr großen Deals.“ Thomas Prüver, Partner bei EY, ergänzt: „Vor allem sehen wir Veränderungen bei den Branchen, in die das Geld fließt. Eindeutige Gewinner des letzten Jahres waren die Bereiche Health und e-Commerce, in die jeweils deutlich höhere Summen investiert wurden. Auf der anderen Seite schrumpfte das Investitionsvolumen bei Mobilitäts-Startups und FinTechs kräftig."

Weitere Informationen unter: www.berlin.de

 


FÜR STEUERMANDANT*INNEN

Kosten für Winterdienst steuerlich geltend machen

Hauseigentümer trifft häufig eine Räumpflicht, die auch an die Mieter weitergegeben werden kann. Wenn ein Unternehmen mit der Schneebeseitigung beauftragt wird, können die Kosten für den Winterdienst steuer-mindernd geltend gemacht werden. Die Ausgaben können in der Einkommensteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden. Es dürfen 20 Prozent der Aufwendungen und maximal 4.000 Euro pro Jahr bei der Steuer abgezogen werden. Wenn der Steuerzahler beispielsweise 600 Euro für das Kehren des Gehweges vor dem Haus zahlt, lassen sich bis zu 120 Euro Steuern sparen. Voraussetzung für den Steuerabzug ist, dass der Räumdienst eine Rechnung ausgestellt hat und der Rechnungsbetrag auf das Konto des Dienstleisters überwiesen wurde. Mieter können die Kosten für die Schneebeseitigung der Betriebskostenabrechnung entnehmen.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation enthalten.

 

DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Februarausgabe sind:

Kosten für Winterdienst steuerlich geltend machen +++ Kosten für Hausnotrufsystem können steuerlich geltend gemacht werden +++ Kinderbetreuungskosten: Kein Abzug bei steuerfrei gezahlten Arbeitgeberzuschüssen +++ Besteuerung der Einmalzahlung aus Direktversicherung ist verfassungsgemäß +++ Steuerfreies Firmenfitnessprogramm +++ Kaution des Mieters zunächst keine steuerpflichtige Einnahme des Vermieters +++ Mietvertrag ohne offenen Umsatzsteuer-Ausweis - Keine berichtigungsfähige Rechnung +++ Abriss wegen Gebäudemängeln: Erbschaftsteuerbefreiung für Familienheim kann entfallen +++ Zur Steuerpflicht bei Übertragung des Familienheims im Todesfall +++ Das Berliner Testament und dessen Auswirkung auf die Erbschaftsteuer +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Februar/März 2021
 

Hier ließe sich die Monatsinformation Februar als PDF aufrufen

Steuernewsletter Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst wünschen wir Ihnen noch alles Gute für 2021 und hoffen, Sie hatten einen guten Start.

Vielleicht hatten auch Sie in diesem Jahr den Vorsatz gefasst, sich endlich einmal der Nachlassplanung anzunehmen. Bei der  Nachfolgeplanung spielt unter anderem die Erbschaft- und Schenkungsteuer eine zentrale Rolle. Die diesbezügliche unten verlinkte DATEV-Mandanteninformation hilft bei der steuersparenden Planung der Vermögens- und Unternehmensnachfolge. Natürlich sind auch wir Ihnen gern behilflich, wir arbeiten dabei sehr langjährig und vertrauensvoll mit Dr. Dietmar Kurze zusammen. Nehmen Sie bei Bedarf einfach Kontakt zu uns auf.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Hier ließe sich die Mandanten-Info "Erben und Schenken" abrufen


FÜR UNTERNEHMER*INNEN
Vorbereitende Buchhaltung 

Wo wir gerade bei den guten Vorsätzen sind, auch bei der Vorbereitung der Buchhaltung lässt sich an manchen Stellen noch einiges optimieren. Um die Arbeitsprozesse sowohl für unsere Mandanten als auch für uns effizienter zu gestalten, haben wir ein Merkblatt für zu diesem Thema vorbereitet. 

Hier ließe sich das Merkblatt "Vorbereitende Buchhaltung" abrufen

Eintragung ins Transparenzregister

Im Zuge der letzten Reform des Geldwäschegesetzes (GwG) wurde am 1.10.2017 ein Transparenzregister eingeführt, dessen Registernummer auch zunehmend bei Fördermittelanträgen abgefragt wird. Das Register gilt für alle juristischen Personen des Privatrechts, etwa GmbH sowie UG und eingetragenen Personengesellschaften, beispielsweise OHG, KG, GmbH & Co. KG, mit Sitz in Deutschland. Es sind Angaben zu dem/zu den wirtschaftlich Berechtigten (WB) mitzuteilen. Zu den meldepflichtigen Angaben zählen Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnort sowie Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses der betreffenden Person.

Die Meldepflicht gilt allerdings auch dann als erfüllt, wenn die Angaben bereits in anderen öffentlichen Registern insbesondere dem Handelsregister aktuell enthalten und dort elektronisch abrufbar sind. Die Abrufbarkeit der Gesellschafterliste, aus der die Angaben zum WB hervorgehen, musste allerdings während des gesamten Zeitraums seit Beginn der Meldepflicht zum Transparenzregister am 1.10.2017 elektronisch abrufbar sein. Sofern sie erst später abrufbar oder bis zu diesem Zeitpunkt veraltet war, besteht die Verpflichtung, für den Zeitraum vom 1.10.2017 bis zur Aktualisierung der Gesellschafterliste eine Meldung des WB an das Transparenzregister vorzunehmen. Diese "Erleichterung" gilt jedoch nicht für eventuelle Fördermittelanträge, hier wird die Registernummer direkt abgefragt. Also: Ist leicht gemacht, kostet nichts und ist sinnvoll - ein weiteres einfaches Todo 2021.

Weitere Informationen unter: www.handwerksblatt.dewww.noerr.com und den FAQ zum Transparenzregister 

WICHTIG: Sofortabschreibung für Computer-Hardware und -Software im Jahr 2021!

Die Bundesregierung hat auf ihrem Corona-Gipfel am 19.01.2021 Steuerentlastungen in Höhe von 11,6 Milliarden Euro in Form einer Sofort-Abschreibung für digitale Wirtschaftsgüter rückwirkend zum 1. Januar 2021 beschlossen.

Die Abschreibungsregel gilt für Kosten für Computerhardware wie Drucker, Scanner und Bildschirme als auch für Software. Für diese digitalen Wirtschaftsgüter soll in Zukunft eine einjährige Nutzungsdauer angenommen werden, womit sie nicht mehr der Abschreibung unterlägen. Damit können die Kosten für digitale Wirtschaftsgüter zukünftig im Jahr der Anschaffung oder Herstellung steuerlich vollständig berücksichtigt werden.

Von dem neuen Beschluss sollen insbesondere Unternehmen, die Homeoffice anbieten, und alle, die im Homeoffice arbeiten, profitieren.

Weitere Informationen unter: www.handelsblatt.com und in dem Beschlusspapier

Verlängerung der Antragsfristen für Überbrückungshilfe II und November-/ Dezemberhilfe 

Die  Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II ist verlängert worden auf den 31.03.2021.

Die Antragsfrist für die Novemberhilfe/ Novemberhilfe plus und Dezemberhilfe/ Dezemberhilfe plus wurde verlängert auf den 30.04.2021.

Weitere Informationen unter: www.überbrückungshilfe.de

Überbrückungshilfe vereinfacht und verbessert 

Durch neue Anpassungen wird die Überbrückungshilfe III und deren Beantragung deutlich einfacher, die Förderung großzügiger und steht einem größeren Kreis an Unternehmen zur Verfügung. Außerdem wurde die Neustarthilfe für Selbstständige verbessert.

Zugang zur Überbrückungshilfe III wird vereinfacht und erweitert

  • Antragsberechtigung bei Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent
  • Für Unternehmen mit Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro

Fördervolumen und Abschlagshöhe werden erhöht

  • Bis zu 1,5 Mio. Euro Überbrückungshilfe pro Monat
  • Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro
  • Überbrückungshilfe III auch für November und Dezember 2020

Hilfen für Soloselbstständige deutlich verbessert

  • Neustarthilfe auf einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt
  • Maximale Betriebskostenpauschale auf 7.500 Euro erhöht

Details finden sich in der Übersicht zur Überbrückungshilfe III (Stand 19.01.2021)

Kurzarbeitergeld 2021

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat am 23.12.2020 die Fachliche Weisung "Regelungen zum Verfahren Kurzarbeitergeld für das Jahr 2021" veröffentlicht. In der Weisung werden untergesetzliche Verfahrensvereinfachungen des Jahres 2020 zum KUG bis 31.12.2021 verlängert und weitere Regelungen getroffen. Folgende Punkte sind hervorzuheben:

Einbringung von Urlaub

Nach einer bis zum 31.12.2020 befristeten Sonderregelung hatte die BA im Jahr 2020 davon abgesehen, die Einbringung von Erholungsurlaub aus dem laufenden Urlaubsjahr zur Vermeidung von Kurzarbeit zu fordern. Diese Sonderregelung wurde nicht verlängert. In der Konsequenz ist ab dem 1.1.2021 nicht verplanter Urlaub aus dem laufenden Urlaubsjahr grundsätzlich zur Vermeidung von Kurzarbeit einzubringen. Vorrangige Urlaubswünsche der Arbeitnehmer dürfen jedoch nicht entgegenstehen.
Zum Umgang mit Resturlaub aus dem Jahr 2020 sollen laut Weisung zwei Fallgestaltungen zu unterscheiden sein:

  • Eine Übertragung des Urlaubs in das Folgeurlaubsjahr (also 2021) ist aufgrund einer arbeits- oder tarifvertraglichen Regelung möglich: Sofern noch übertragene Resturlaubsansprüche vorhanden sind, sind diese zur Vermeidung von Arbeitsausfällen einzusetzen. Arbeitgeber mit Beschäftigten, die noch „alte“ und bisher unverplante Urlaubsansprüche haben, deren Verfall droht, sollten deshalb den Antritt dieses Urlaubs in Zeiten mit Arbeitsausfall im Betrieb vereinbaren. Vorrangige Urlaubswünsche der Beschäftigten gehen dabei vor.
  • Eine Übertragung des Urlaubs in das Folgeurlaubsjahr (also 2021) ist wegen Fehlens einer arbeits- oder tarifvertraglichen Regelung nicht möglich: Diese Urlaubsansprüche sind laut Weisung zwingend zur Vermeidung der Kurzarbeit spätestens bis zum Ende des Urlaubsjahres einzubringen. (Anmerkung: Es ist unklar, welche Konstellation damit gemeint sein soll. Denn wenn eine Übertragung des Urlaubs nicht möglich ist, verfällt er, und wäre eigentlich 2020 einzubringen gewesen. Dagegen sprich aber die Regelung, dass Urlaub grundsätzlich bis 31.12.2020 nicht zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt werden musste.)

Zeitpunkt Antragstellung KUG

In der Regel wird gleichzeitig mit der Entgeltabrechnung eine Abrechnung des KUG erstellt. Diese Anträge können nunmehr auch vor Ablauf des Monats ohne weitere Erklärungen des Arbeitgebers an die BA übermittelt werden. Bislang gab es in solchen Fällen „vorzeitiger“ Übermittlungen (also Übermittlungen vor Ablauf des Monats, für den KUG beantragt wird) Rückfragen und z. T. sogar Rücksendungen seitens der AA. Das sollte sich mit der aktuellen fachlichen Weisung der BA nun erledigt haben.
Sofern sich in diesen Fällen zwischen Übermittlung und Monatsende noch Änderungen ergeben, ist der Leistungsantrag mit einem Korrekturantrag mit der nächsten Entgeltabrechnung zu korrigieren.

Weitere Informationen unter: www.arbeitsagentur.de

Verlängerung der Stundungsmöglichkeiten 

Der Zoll hat die Erleichterungen für Unternehmen, die durch die COVID-19-Pandemie unmittelbar und erheblich negativ betroffen sind, verlängert. Diese werden nun über den 31.12.2020 hinaus in unterschiedlichen Stufen bis zum 31.03.2021, längstens bis zum 31.12.2021 angeboten und können mit entsprechenden Ratenzahlungen in Anspruch genommen werden. Hierzu gehört insbesondere die Möglichkeit der Stundung bestimmter Steuerarten, z.B. der Einfuhrumsatzsteuer, der Energiesteuer, Stromsteuer und ausgewählte Verbrauchssteuern. Durch eine Stundung kann die gesetzliche Fälligkeit des Steueranspruchs hinausgeschoben werden. Die Pflicht zur Zahlung der Steuer bleibt davon aber unberührt.

Weitere Informationen unter: www.zoll.de

Höhere Sachbezugswerte für Verpflegung und freie Unterkunft 2021

Sofern ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber während der Arbeitszeit eine kostenfreie oder verbilligte Mahlzeit gestellt bekommt, handelt es sich um einen sogenannten geldwerten Vorteil, der durch einheitliche Sachbezugswerte definiert definiert wird. 

Der Sachbezugswert für ein vom Arbeitgeber gestelltes Frühstück ist in 2021 auf 1,83 Euro (max. 55 Euro Monat) und 3,47 Euro (max. 104 Euro pro Monat) für ein gestelltes Mittag- oder Abendessen gestiegen.

Der Sachbezugswert für freie Unterkunft etwa im Rahmen von Dienstreisen beträgt ab dem 01.01.2021 237 Euro, womit er um 2 Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. 

Weitere Informationen unter: www.lohn-info.de


FÜR GRÜNDER*INNEN
Digital Leadership 

Im ersten Know-how-Event 2021 präsentiert die Referentin Sophie M. Jonke ihre 10 Erkenntnisse zum Thema Digital Leadership aus dem vergangenen Jahr.

Wann: 26. Jan 2021 16:30-18:00 Uhr 
Wo: ONLINE Deutschlandweit / Webinar
Veranstalter: ZOLLHOF - Tech IncubatorJohanna Hildebrand

Weitere Informationen und Registrierung unter: www.zollhof.de


FÜR STEUERMANDANT*INNEN

Erhöhte Entfernungspauschale ab 2021

Um Steuerpflichtige zu entlasten, die einen besonders langen Arbeitsweg haben, wurde die Entfernungspauschale für die Fahrt mit dem PKW zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte bei langen Strecken erhöht. Ab dem 21. Kilometer gilt seit dem 01.01.2021 bis zum 01.01.2027 eine Entfernungspauschale in Höhe von 0,35 € pro Kilometer. Für Entfernungen bis zu 20 km beträgt der Kilometerpauschbetrag weiterhin 0,30 € pro gefahrenen Kilometer. Ab dem 1. Januar 2027 gilt dann wieder unabhängig von der Entfernung der Pauschbetrag von 0,30 € pro Kilometer.

Weitere Informationen unter: www.haufe.de

Homeoffice-Pauschale 

Ende letzten Jahres hat auch der Bundesrat den Weg für die Homeoffice-Pauschale freigemacht. Steuerpflichtige können nun einen pauschalen Betrag von 5 Euro für jeden Kalendertag abziehen, an dem die gesamte betriebliche oder berufliche Tätigkeit ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausgeübt wurde unabhängig davon, ob ein häusliches Arbeitszimmer vorliegt oder nicht. Die Homeoffice-Pauschale ist jedoch auf 600 Euro im Jahr begrenzt und zählt zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal ohnehin 1.000 Euro angerechnet werden. Das heißt, die Pauschale nützt lediglich den Steuerpflichtigen, die im Jahr weitere Kosten von mehr als 400 Euro z.B. für Büromaterial, Bürostuhl, Laptop etc. geltend machen können. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 01.01.2020 bis zum 31.12.2021. 

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation enthalten. 

 

DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Januarausgabe sind:

 Umsatzsteuersätze ab 2021 +++ Zweites Familienentlastungsgesetz und Vereinfachung bei Kindergeldanträgen +++ Kassenführung
 +++ Degressive Abschreibung +++ Häusliches Arbeitszimmer und sog. Home-Office +++ Verbilligte Vermietung +++ Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995 +++ Kurzarbeitergeld und Corona-Bonus +++ Stärkung für das Ehrenamt +++ Freigrenze für Sachbezüge und Entlastungsbetrag für Alleinerziehende +++ Handwerker-Rechnung steuerlich geltend machen - Arbeiten zum Jahreswechsel nutzen +++ Keine Steuerermäßigung für Reinigung einer öffentlichen Straße und für in Werkstatt des Handwerkers erbrachte Arbeiten +++ Frist zur Abgabe von Steuererklärungen für 2019 verlängert +++ Auch bei Online-Weihnachtsfeier Steuerregeln beachten +++ Eingescannte Rechnungskopien ausreichend für fristgerechte Vorlage der Rechnungsbelege +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Januar/Februar 2021


 

Hier ließe sich die Monatsinformation Januar als PDF aufrufen

Steuernewsletter Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser,
 

dieses ungewöhnliche Jahr neigt sich dem Ende zu und somit ist es Zeit für den letzten Newsletter 2020. 

Eines der Schlagworte in diesem Jahr war "Homeoffice". Seit Kurzem ist sogar eine Home-Office-Pauschale von fünf Euro pro Tag im Gespräch, um die Erwerbstätigen, die von zu Hause aus arbeiten, zu entlasten. Und zwar auch die, die kein eigenes Arbeitszimmer haben. Die unten verlinkte DATEV-Mandanteninformation gibt Tipps, wie man durch Homeoffice Steuern sparen kann. 

Bevor wir uns in die Weihnachtsferien verabschieden, möchten wir uns für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in diesem Jahr herzlich bedanken. Viele von Ihnen hatten sehr viel mehr zu tun, einige sehr viel weniger - die Belastungen und Herausforderungen waren zum Teil enorm, bei Ihnen, aber auch bei uns. Doch gibt es Menschen, denen es noch deutlich schlechter geht als uns allen. Deshalb verzichten wir wie schon in den vergangenen Jahren auf Weihnachtsgeschenke für unsere Mandant*innen und Geschäftspartner*innen zugunsten einer Weihnachtsspende an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen e.V. Seit 1971 leistet diese bewundernswerte Organisation unabhängige, medizinische Nothilfe in Kriegs- und Krisengebieten sowie nach Naturkatastrophen. Auch auf die aktuellen sich aus der Covid-19-Pandemie ergebenden Herausforderungen ist ihre Nothilfe ausgerichtet. Mit der Weihnachtsspende möchten wir Ärzte ohne Grenzen e.V. bei ihrem weltweiten Einsatz unterstützen und damit ein Zeichen der Solidarität setzten.

Wir wünschen allen ein erholsames, frohes Weihnachtsfest und - mehr denn je - ein gesundes neues Jahr!

Hier ließe sich die Mandanten-Info "Häusliches Arbeitszimmer" abrufen


FÜR UNTERNEHMER*INNEN

Jahresabschluss 2020 
Bitte teilen Sie uns, wenn noch nicht geschehen, möglichst kurzfristig mit, wenn Sie Ihren Jahresabschluss 2020 bereits im 1. Quartal 2020 benötigen, da wir hier schon sehr ausgebucht sind und eine Aufstellung frühestens im Februar möglich ist. Wenn Sie den JA nicht im 1. Quartal benötigen, teilen Sie uns für unsere Planung bitte mit, wann Sie diesen spätestens aufstellen möchten. Bitte rufen Sie sich in Erinnerung, dass das Gesetz (§ 264 Abs. 1 HGB) vorschreibt, dass große oder mittlere Kapitalgesellschaft ihren Jahresabschluss innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres aufstellen müssen. Kleine Kapitalgesellschaften haben für die Aufstellung des Jahresabschlusses sechs Monate Zeit. Der Geschäftsführer haftet dafür.

Weitere Informationen zu den Fristen und Vorschriften beim Jahresabschluss unter: www.das-unternehmerhandbuch.de 

Kontakt aufnehmen für den Jahresabschluss 2020

Umfangreiche Erweiterung der Corona-Hilfen

Novemberhilfen/ Dezemberhilfen
Die Novemberhilfe unterstützt die von den temporären Schließungen direkt, indirekt und mittelbar betroffenen Unternehmen, Betriebe, Selbstständigen, Vereine und Einrichtungen. Diese Hilfe wird nun - aufgrund der Verlängerung der Schließungen bis zum 10. Januar 2021 - als Dezemberhilfe für die Dauer der Schließung im Dezember 2020 im Rahmen der Vorgaben des EU-Beihilferechts verlängert.

Überbrückungshilfe III
Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind. Dabei handelt es sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Überbrückungshilfe II läuft derzeit noch bis zum 31. Dezember 2020. Anträge hierfür können rückwirkend bis 31. Januar 2021 gestellt werden. Das Programm wird nun als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und deutlich erweitert. Im Rahmen dessen wird der Kreis der antragsberechtigten Unternehmen um diejenigen Unternehmen erweitert, die zwar nicht geschlossen sind, aber auch im neuen Jahr erhebliche Umsatzeinbußen haben. Darüber hinaus wird der Förderhöchstbetrag pro Monat auf 200.000 € erhöht.

Weitere Informationen unter: www.bundesfinanzministerium.de 

Hinweise zur Kurzarbeit im Dezember 

Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen / Schließungen im Dezember müssen wieder mehr Betriebe die eingeführte Kurzarbeit verlängern bzw. neu beantragen.

Für Betriebe, die durchgängig kurzarbeiten und die Kurzarbeit erhöhen müssen, wird wie bisher abgerechnet, ausgezahlt und beantragt. Eine gesonderte Unterrichtung der Agentur für Arbeit über eine Erhöhung der Kurzarbeit ist nicht erforderlich. Wenn der anerkannte Kug-Zeitraum im Anerkennungsbescheid den Dezember 2020 nicht mehr umfasste (z.B. Kug-Anerkennung vom 01.03. – 30.11.2020) ist die Fortsetzung der Kurzarbeit gegenüber der Agentur für Arbeit anzuzeigen und Dauer und Ausfallgründe sind darzulegen. Hierfür kann die Kug-Anzeige genutzt werden. Eine formlose Mitteilung ist ebenfalls zulässig.

Betriebe, die die Kurzarbeit im September oder später beendet haben und im Dezember erneut kurzarbeiten müssen die erneute Kurzarbeit gegenüber der Agentur für Arbeit anzeigen und Dauer und Ausfallgründe darlegen.
Außerdem müssen arbeitsrechtliche Vereinbarungen zur Kurzarbeit (z.B. einzelvertragliche Regelungen, Betriebsvereinbarungen) ggf. verlängert werden, wenn diese zeitlich befristet waren und den Dezember nicht umfassten.

Betriebe, die noch nicht bzw. letztmalig bis 31.08.2020 kurzgearbeitet haben und im Dezember kurzarbeiten müssen, müssen die ab Dezember 2020 eintretende Kurzarbeit gegenüber der Agentur für Arbeit neu anzeigen. Hierfür ist die Kug-Anzeige vollständig auszufüllen. Die Anzeige muss spätestens am 31.12.2020 in der Agentur für Arbeit eingegangen sein. Das gilt auch dann, wenn der ursprüngliche Kug-Anerkennungsbescheid, den Dezember umfasste (z.B. Kug-Anerkennung vom 01.03. – 31.12.2020).

Weitere Informationen unter: www.ihk-berlin.de

Verlängerung Kurzarbeit bis Ende 2021

Die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld wird für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31.12.2020 entstanden ist, auf bis zu 24 Monate, längstens bis zum 31.12.2021, verlängert. Die Verordnung tritt am 01.01.2021 in Kraft und am 31.12.2021 außer Kraft. Das bedeutet, dass zur Erfüllung der Voraussetzung spätestens der Dezember 2020 der erste Kalendermonat sein muss, für den in einem Betrieb Kurzarbeitergeld gezahlt wird (Beginn der Bezugsdauer nach § 104 Abs. 1 S. 3 SGB III).

Weitere Informationen unter: www.ihk-berlin.de

Corona-Sonderzahlungen für Beschäftigte bis 1.500 EUR steuerfrei

Noch bis Ende 2020 können Arbeitsgebern ihren Beschäftigten als Corona-Beihilfe Sonderzahlungen bis 1.500 Euro steuerfrei in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewähren. Diese Regelung umfasst Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. 

Weitere Informationen im FAQ-Katalog des Bundesfinanzministeriums. 

 

FÜR GRÜNER*INNEN
Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen

Die Pilotförderung des BMWi Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) ist in die nächste Runde gegangen. Der Förderaufruf zielt auf Innovationen im Bereich Bildung und Informationszugang mit hohem „sozialen Impact“:

Der Fokus ist recht breit: Innovationen für Bildung- und Informationszugang können etwa aus verschiedenen IKT-Bereichen kommen, genau wie von Games-Unternehmen und anderen Teilen der Kreativwirtschaft oder von einer Reihe anderer Akteure wie u.a. Bildungsdienstleister, Landkartenanbieter oder Ausstellungsmacher. Im Fokus des aktuellen IGP-Förderaufrufs stehen innovative KMU, inkl. Freiberuflern, Startups und Social Entrepeneurs; Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen können als Partner von KMU teilnehmen.
Die Förderung ist branchenoffen, das heißt, auch Antragsteller außerhalb der Bereiche Bildung und Informationszugang sind willkommen, sofern sie die in der Ausschreibung adressierten Innovationen entwickeln.

Bis 2. Februar 2021 (15 Uhr) können Skizzen im Teilnahmewettbewerb eingereicht werden.

Weitere Informationen unter: www.bmwi.de

Zukunftsfonds für Start-ups

Mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2021 durch den Deutschen Bundestag fiel auch der Startschuss für den Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien. Dieser Zukunftsfonds wird insbesondere Finanzmittel in die kapitalintensive Skalierungsphase von Start-Ups investieren, damit mehr junge, innovative Unternehmen aus Deutschland heraus in die Weltspitze aufsteigen können.

Das Konzept zum Zukunftsfonds sieht eine Kombination aus quantitativem Ausbau und qualitativer Erweiterung bestehender Finanzierungsangebote sowie Entwicklung neuer Instrumente vor. Damit sollen alle Entwicklungsphasen der Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf dem Ausbau der Wachstumsfinanzierung angesprochen werden. Das Konzept besteht aus zehn Modulen, die ineinandergreifen und sich im Sinne eines Baukastens ergänzen. Die ersten Module des Zukunftsfonds werden im Frühjahr 2021 ihre Investitionstätigkeit aufnehmen können.

Weitere Informationen unter: www.bundesregierung.de

Nachhaltigkeits-Framework für Start-ups veröffentlicht 

Sustainable Finance und Impact Investing sind Megatrends im Finanzsektor: Für Kapitalgebende wird die Nachhaltigkeitsbewertung von Gründungen deshalb immer wichtiger. Doch nach welchen Kriterien sind positive Wirkungen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu beurteilen? Welches Nachhaltigkeitsverständnis setzt die Maßstäbe? Und wie können sich Startups dabei auf dem Kapitalmarkt besser positionieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die jetzt veröffentlichte DIN SPEC 90051-1.

Das Dokument bietet einen Bewertungsrahmen für die strukturierte Identifikation und Bewertung der heutigen und zukünftigen Nachhaltigkeitswirkungen von Start-ups. Sie umfasst wichtige definitorische und konzeptionelle Grundlagen zur Nachhaltigkeitsbewertung von Startups. Ein Praxistool ermöglicht eine unmittelbare, anwendungsfreundliche Bewertung. Die DIN SPEC 90051-1 richtet sich an Startups, Investierende und Kapitalgebende, Gründungsförderakteure sowie Bewertungsinstitutionen.

Der Framework kann kostenlos bestellt werden unter: www.beuth.de

 

FÜR STEUERMANDANT*INNEN

Kindergeld wird für 2021 erhöht

Der Finanzausschuss im Bundestag hat am 28. Oktober 2020 das zweite Familienentlastungsgesetz beschlossen und dabei den steuerlichen Grundfreibetrag für 2021 im Vergleich zum ursprünglichen Regierungsentwurf nochmals angehoben. Außerdem steigt das Kin-dergeld ab 2021 um 15 Euro im Monat.

Nach dem Entwurf soll das Kindergeld zum 1. Januar 2021 für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und für das vierte und für je-des weitere Kind jeweils 250 Euro pro Monat betragen. Der steuerliche Kinderfreibetrag steigt von 5.172 Euro um 288 Euro auf 5.460 Euro. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes wird um ebenfalls 288 Euro auf 2.928 Euro erhöht, sodass sich daraus eine Anhebung der zur steuerlichen Freistellung des Kinderexistenzminimums die-enden Freibeträge von derzeit insgesamt 7.812 Euro um 576 Euro auf einen Betrag von insgesamt 8.388 Euro ergibt.

Dieses und viele weitere Themen sind in der aktuellen DATEV-Monatsinformation enthalten. 

 

DATEV-Monatsinformation

Die DATEV-Monatsinformation finden Sie weiter unten als Link. Die Themen der Dezemberausgabe sind:

Verpflegungsmehraufwand und Unterkunftskosten bei Auslandssemester besser absetzbar +++ Sponsoringaufwendungen eines Freiberuflers als Betriebsausgaben +++ Kind in Ausbildung - Ausbildungsfreibetrag beantragen +++ Bezieher von Kindergeld müssen über Ausbildungsabbruch informieren - Rückforderung möglich +++ Grundfreibetrag und Kindergeld wird für 2021 erhöht +++ Anerkennung von Aufwendungen für Tätigkeiten im Home-Office +++ Ermittlung des Gewinns aus der Veräußerung eines zum Betriebsvermögen gehörenden, aber teilweise privat genutzten Kfz +++ Steuerliche Behandlung der Instandhaltungsrücklage für Eigentumswohnungen +++ Ermäßigter Steuersatz für Skripte auf einer Homepage +++ Ermäßigter Umsatzsteuersatz für Eintrittserlöse für Techno- und House-Konzerte +++ Schenkungsteuer: Urenkel sind keine Enkel +++ Künstlersozialabgabe steigt 2021 auf 4,4 % +++ Gesetzlicher Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2021 auf 9,50 Euro +++ Termine Steuern/Sozialversicherung Dezember 2020/Januar 2021

Hier ließe sich die Monatsinformation Dezember als PDF aufrufen